Bauern aus Oldenburger Land in Berlin Landwirte protestieren bei Demo für eine faire Behandlung

Sie haben am Dienstag in Berlin mut Tausenden Landwirten für einen faireren Umgang mit der Landwirtschaft demonstriert: (von links) Karin Lüschen-Strudthoff, Anke Rasch und Heike Hohnholt aus dem Landkreis Oldenburg. Foto: Thale AlfsSie haben am Dienstag in Berlin mut Tausenden Landwirten für einen faireren Umgang mit der Landwirtschaft demonstriert: (von links) Karin Lüschen-Strudthoff, Anke Rasch und Heike Hohnholt aus dem Landkreis Oldenburg. Foto: Thale Alfs

Landkreis Oldenburg/Berlin. Rund 100 Trecker und etwa 200 Landwirte aus dem Landkreis Oldenburg sowie den Städten Delmenhorst und Oldenburg sind am Dienstag bei der großen Demonstration der Landwirte in Berlin gegen das derzeitige Agrarpaket mit dabei gewesen. Das hat Thale Alfs, Sprecherin des Kreislandvolkverbands Oldenburg, mitgeteilt.

Die Landwirte und Landfrauen haben in der Hauptstadt gemeinsam mit vielen Tausend anderen Berufskollegen gegen das Vorgehen der Regierung zu Verschärfungen im Düngerecht und beim Umweltschutz demonstriert. „Wir protestieren nicht gegen Umweltschutz oder für mehr Subventionen. Wir protestieren für eine faire Behandlung und unsere Zukunft“, hieß es seitens des Oldenburger Landvolks.

Für Landwirtschaft Flagge zeigen

Auch Heike Hohnholt (Ganderkesee), Anke Rasch und Karin Lüschen-Strudthoff (beide aus Hatten) waren in Berlin mit dabei. Sie wollten Flagge zeigen für ihre Landwirtschaft, sagten sie. „Ich bin es leid, mich für meinen Beruf immer rechtfertigen zu müssen“, erklärte Karin Lüschen-Strudthoff: „Wir produzieren sichere und hochwertige Lebensmittel. Die Regale sind jeden Tag voll. Wir kämpfen um mehr Wertschätzung.“

Gegen Verschärfung der Gesetze

 „Wir Landwirte haben es satt, alles doppelt und dreifach, sogar fünffach zu dokumentieren. Das ist Wahnsinn. Wir wollen für unsere Tiere da sein“, betonte die Hatter Landwirtin zur immer mehr werdenden Büroarbeit. Sie und die anderen befürchten, dass die Regierung durch die Verschärfung der Gesetze die Landwirtschaft aus dem eigenen Land vertreibt, denn Deutschland habe die schärfsten Gesetze in der EU. „Wird die Produktion durch die vielen Auflagen hier zu teuer, werden Lebensmittel einfach aus dem Ausland importiert“, sagte Heike Hohnholt: „Wir haben nichts gegen Umweltschutz – die Grundlage unserer Landwirtschaft sind intakte Böden und die Natur – aber es wird einfach über unsere Köpfe entschieden.“


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