Nach elf Jahren Restaurierung Eisenbahnfreunde für Arbeit an alter Diesellok ausgezeichnet

Sie haben die alte Diesellok 222 der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde wieder auf Vordermann gebracht: (v. l.) Jannis Riese, Torben Kluwe, Thorsten Bächler, Harald Uhle (HU-Sachverständiger), Stephan Cordes, Henning Dierks und Marvin Schöler. Foto: DHEFSie haben die alte Diesellok 222 der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde wieder auf Vordermann gebracht: (v. l.) Jannis Riese, Torben Kluwe, Thorsten Bächler, Harald Uhle (HU-Sachverständiger), Stephan Cordes, Henning Dierks und Marvin Schöler. Foto: DHEF

Harpstedt. Die Arbeit hat sich gelohnt: Die restaurierte Diesellok 222 der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde erstrahlt in neuem Glanz. Dafür gab es jetzt einen Preis.

Elf Jahre lang haben die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) mit viel Hingabe an dem 1935 gebauten und 1994 in Hamburg wiederentdeckten früheren Arbeitspferd auf Schienen gearbeitet. Im vergangenen Jahr war sie dann endlich wieder fahrbereit, die weinrot lackierte und in neuem Glanz erstrahlende Diesellok 222. Zunächst mit Hilfe der Neue Arbeit gGmbH, später dann in Eigenregie wurde das technische Kleinod restauriert.

Dieter-Junker-Preis für die DHEF-Ehrenamtlichen

Das Engagement der Eisenbahn-Nostalgiker ist jetzt für preiswürdig empfunden worden: Auf der Tagung des Verbands der Deutschen Museums- und Touristikbahnen wurden die Ehrenamtlichen der DHEF zusammen mit einer anderen Bahn mit dem diesjährigen Dieter-Junker-Preis ausgezeichnet. Zuerkannt wurde ihnen dieser Preis „für die erfolgreiche Aufarbeitung sowie ihre ausführliche und ansprechende Dokumentation“, wie Pressewart Joachim Kothe berichtet.

2000 Euro als Förderung

Der Dieter-Junker-Preis ist eine von zwei Auszeichnungen der Stiftung Deutsche Eisenbahn (SDE) und wird seit dem Jahr 2013 alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 4000 Euro dotiert, wovon die Eisenbahnfreunde die Hälfte erhalten. Dieter Junker war laut Kothe ein engagierter Eisenbahnfreund, der nach seinem Tod 2011 sein Vermögen in eine eigene von der SDE verwaltete Stiftung eingebracht hat. Zweck der Stiftung ist die Vergabe des Förderpreises an diejenigen, die sich um den Erhalt von alten Eisenbahnen in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Betagte Lok 7 bald abgelöst

Seinem Vereinskollegen Torben Kluwe habe die Aufarbeitung der Lok 222 bis zu ihrer Einsatzfähigkeit immer besonders am Herzen gelegen, berichtet Joachim Kothe weiter. Verdiente Ehre für den Museumsbahner war nun, dass er stellvertretend für das ganze Restaurierungsteam um ihn selbst, Thorsten Bächler und Henning Dierks den Preis für die Eisenbahnfreunde bei der Verbandstagung in Meiningen entgegennehmen durfte.

Die Diesellok, der neues Leben eingehaucht worden ist, soll laut Kothe in Kürze die betagte Lok 7 der DHEF als Rangierlok auf dem Bahnhofsgelände ablösen und „sicherlich auch den einen oder anderen Zug auf die Strecke zwischen Harpstedt und Delmenhorst bringen“.

dk-Nikolausfahrten mit "Jan Harpstedt"

Bei diesen Zugfahrten steigt stets ein gern gesehener Gast unterwegs zu: Kinder, die am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Dezember, bei einer der dk-Nikolausfahrten mit der Museumsbahn „Jan Harpstedt“ der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) dabei sind, dürfen sich auf Geschenke vom Nikolaus freuen. An beiden Tagen tritt der Dampfzug jeweils um 13.30 und um 16 Uhr seine Fahrt an. Start- und Zielpunkt ist der DHEF-Bahnhof an der Grünen Straße in Delmenhorst. Die Fahrt dauert rund anderthalb Stunden. Fahrkarten für diese beiden Nikolausfahrten gibt es im Vorverkauf nur im dk-Kundencenter in Delmenhorst, Lange Straße 122, Telefon (04221) 156156. 


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