Ehrung in Ganderkesee Künstler Hans Meyerholz wird mit dem Ganterpreis geehrt

Von Martina Brünjes

Der Künstler Hans Meyerholz (vorne) wird vom "GanterART"-Vorstand für seine Werke ausgezeichnet: (hinten, von links) Günther Fleischer, Ecco Eichhorn, Rolf Schütze und Jürgen Hertrampf. Foto: Martina BrünjesDer Künstler Hans Meyerholz (vorne) wird vom "GanterART"-Vorstand für seine Werke ausgezeichnet: (hinten, von links) Günther Fleischer, Ecco Eichhorn, Rolf Schütze und Jürgen Hertrampf. Foto: Martina Brünjes

Ganderkesee. Der Künstler Hans Meyerholz war einer der ersten, die einen Ganter für die Gemeinde Ganderkesee entworfen haben. Beim Gänseessen nach "GanterART" erhält er für seine Entwürfe einen Preis.

Als der Künstler Hans Meyerholz damit anfing, Ganter zu entwerfen, hatte er wohl nicht gedacht, dafür später einmal einen Preis verliehen zu bekommen. Am Freitag aber ist es nun so weit: Dann wird Meyerholz für seine Entwürfe und den Ara-Ganter geehrt. Die Ehrung wird während des Gänseessens nach „GanterART“ erfolgen.

Ara-Ganter wandert vom Kulturhaus in den Garten

Der erste Kontakt zum Künstler Hans Meyerholz entstand über Dirk Schulte Strathaus. Meyerholz entwarf sechs Ganter auf Papier, davon reichte er drei im Verein „GanterART“ ein. Der Ara-Ganter wurde wenig später als Skulptur umgesetzt. Er zierte bis vor kurzer Zeit den Eingang des Kulturhauses Müller. „Leider steht er jetzt im Garten. Dort kommt er nicht mehr so gut zur Geltung und ist wenig vor Vandalismus geschützt“, sind sich Vorstand und Künstler einig. Auch der Jeans-Ganter stammt aus dem Hause Meyerholz, hier war aber die Frau von Hans Meyerholz pinselführend.  (Lesen Sie hier: Ganter-Skulptur ist neuer Blickfang am Schulweg in Heide.)

Rotes Stirnband ist nur ein Zufall

Der Künstler erzählt, dass in einer Ganterskulptur viel Arbeit, durchaus auch körperlicher Art, steckt: „Der ist ganz schön schwer, man muss ihn ja auch erst einmal auf den Tisch bekommen, um den Bauch bemalen zu können.“ Der Künstler mit dem roten Stirnband als Markenzeichen war früher Lehrer am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst. „Rot ist meine Farbe“, erzählt er. Die roten Stirnbändern seien aber nur Zufall gewesen. Er habe früher auch schon Tücher ausprobiert. In einem Geschäft habe er dann ein Zehnerpaket Stirnbänder gefunden: „Und die waren eben alle rot“, lacht er.

Ara-Ganter war einer der ersten Ganter in Ganderkesee

Auch der Ara-Ganter trägt die Lieblingsfarbe des Künstlers. Er ist einer der ersten zwölf Ganter in Ganderkesee. Mittlerweile stehen in der Gemeinde 88 seiner Art. Anlässlich der Preisverleihung haben die Anwesenden die Möglichkeit, insgesamt sechs Originalentwürfe des Künstlers für einen erschwinglichen Preis, wie der Vorsitzender Ecco Eichhorn betont, zu erwerben. Neben dem Ara-Ganter sind zwei Wildvogel-Ganter, ein Fasan-, ein Jeans- und ein Salamander-Ganter dabei. Die Einnahmen fließen in neue Projekte von „Ganter-ART“.  (Lesen Sie hier: 87. Ganter auf der Gemeindebücherei Ganderkesee gelandet.)

Meyerholz würde durchaus nochmal einen Ganter auf Papier entwerfen, doch dann sollte es ein besonders skurriler werden. Die Skulptur selber fertigzustellen traut sich der 83-Jährige hingegen nicht mehr zu: „Es war körperlich doch sehr anstrengend.“ Zudem sei er kein dekorativer Maler. Die Arbeit habe ihm viel Spaß gemacht, doch nun wolle er sich lieber seinen eigenen Werken widmen. 

Kunstschule soll "GanterART" zu Marke machen

Neuigkeiten hat der Verein „GanterART“ auch: Dank eines Kontaktes zur Kunstschule Wandsbek haben Studenten die Aufgabe bekommen, „GanterART“ als Marke zu konzipieren. Bis März haben sie dafür noch Zeit. Dann wird es zehn bis zwölf neue Betrachtungsweisen geben, die zukunftsweisend sein sollen, so Eichhorn.

Gänseessen am Freitag

Für seine Werke bekommt Hans Meyerholz am Freitag eine vom Künstler Norbert Marten angefertigte Bronzeskulptur überreicht. Für das vorherige Gänseessen liegen dem Vorstand bislang etwa 40 Anmeldungen vor. Wer noch daran teilnehmen möchte, kann sich bei Ecco Eichhorn unter der Telefonnummer (04222) 1638 melden. Die Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Wintergarten des Atlas Airfields statt.


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