Umweltauschuss tagt am Mittwoch Wo Starkregen in Ganderkesee die meisten Probleme verursacht

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Ganderkesee. Um den Umgang mit Regenwasser und um Starkregen-Ereignisse geht es im Umweltausschuss der Gemeinde Ganderkesee. Die Sitzung findet am Mittwoch, 6. November, statt.

Es sind nicht die Neubaugebiete, in denen Starkniederschläge zu Problemen führen, sondern Gebiete mit älterer Bebauung und älteren Entwässerungssystemen. Darauf hat die Gemeindeverwaltung vor der Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz am heutigen Mittwoch, 6. November, hingewiesen, bei der es unter anderem um den Umgang mit Regenwasser geht. Beginn der Tagung ist um 18 Uhr im Rathaus.

Vielzahl von Regenrückhaltebecken

Generelles Ziel im Bereich der Oberflächenentwässerung sei schon seit Jahrzehnten nicht die möglichst rasche Ableitung, sondern die Versickerung sowie die Regenwasserrückhaltung und die Drosselung des Wasserabflusses aus den bebauten Gebieten. Dies habe dazu geführt, dass inzwischen eine Vielzahl von Baugebieten in der Gemeinde mit Regenrückhaltebecken ausgestattet ist, heißt es seitens der Verwaltung.

Nachbesserung in Problembereichen

Neue Wohn- und Gewerbegebiete würden sich nicht zwingend negativ auf den Wasserhaushalt in der Gemeinde auswirken. Es gebe allerdings Bereiche, die schon vor langer Zeit erschlossen und bebaut wurden, und bei deren Planung aus heutiger Sicht auf die Oberflächenentwässerung nicht genügend geachtet worden sei. Das gelte unter anderem für den dicht bebauten Ortskern von Ganderkesee, für einige ältere Siedlungsbereiche, aber auch für einige ältere Gewerbestandorte. Die Verwaltung ist eigenen Angaben zufolge bemüht, im Rahmen von Einzelgenehmigungsverfahren oder auch durch punktuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Entwässerungsanlagen, nachzubessern, „was vor Jahrzehnten versäumt wurde oder noch nicht Stand der Technik war“.

Zunehmende Versiegelung

Das Problem in vielen Gebieten mit älterer Bebauung: Zunehmende Versiegelung von Freiflächen auf den privaten Grundstücken, eigenmächtiges Verfüllen von Straßengräben oder unterlassene Unterhaltung kleinerer Wasserzüge würden immer wieder auch zu Entwässerungsproblemen führen. Seit vielen Jahren bemühe sich die Verwaltung gemeinsam mit dem Landkreis Oldenburg als Untere Wasserbehörde darum, bei Grundstückseigentümern, bei Straßen- und Gewässeranliegern mehr Verständnis für naturnahe Elemente der Oberflächenentwässerung zu wecken.

Auch Grundstückseigentümer gefordert

Der Klimawandel werde auch zukünftig dazu führen, dass vorhandene Entwässerungssysteme immer häufiger über die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit hinaus belastet werden, und dass es bei Starkregen-Ereignissen zu punktuellen Überflutungen im Gemeindegebiet kommen könne, prophezeit die Verwaltung. Eine Strategie der Klimaanpassung bedeute, sich auf solche Überflutungen einzustellen und Vorkehrungen dafür zu treffen, eintretende Schäden möglichst gering zu halten. Dies sei aber nicht nur Aufgabe der öffentlichen Verwaltung, sondern die eines jeden Grundstückseigentümers. 


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