Bewährte Aktion Eltern, Kinder und Lehrer verschönern den Schulhof der Grundschule Heide

Auch den Tunnelberg brachten Eltern und Kinder wieder in Schuss. Foto: Niklas GolitschekAuch den Tunnelberg brachten Eltern und Kinder wieder in Schuss. Foto: Niklas Golitschek

Ganderkesee-Heide. Alle drei Jahre lädt die Grundschule Heide zur großen Schulhof-Verschönerungsaktion. Auch an diesem packten wieder zahlreiche Helfer mit an, um den Kindern ein schönes Umfeld zu bieten.

Die Grundschule in Heide ist wieder auf Vordermann gebracht. Rund 70 Eltern und noch mehr Kinder haben am Samstag dabei geholfen, den Schulhof aufzuhübschen.

Alle drei Jahre lädt die Schulleitung zu diesem Aktionswochenende. „Man darf das nicht überstrapazieren, die Eltern haben genug zu tun“, sagte Rektorin Ulla Dunker. So werde in drei Stunden „kurz und knackig“ einiges erledigt, um den Kindern ein schöneres Umfeld zu bieten. „Ruckizucki haben wir viel geschafft“, bilanzierte auch eine Mutter bei der Verabschiedung.

Vom Tunnelhügel bis zum Apfelbaum

Stolz zeigte Dunker etwa auf den Tunnelberg. Die Weide hätten vor allem die Väter auf den Kopf gedreht, Pfähle eingeschlagen und neuen Schnitt als Abgrenzung gelegt. Denn über den Betontunnel dürfen die Kinder nur auf den angelegten Wegen gehen, damit die Erde nicht abrutscht und den Tunnel freilegt. Alle drei Jahre sorgen die Eltern dafür, dass das auch so bleibt. „Das ist wichtige Arbeit“, betonte Rektorin Dunker. Bereits am Donnerstag hatte ein Lehrer mit mehreren Eltern das Totholz entfernt.

Die fleißigen Helfer kümmerten sich auch um die anderen Bereiche des Schulhofs. Sie strichen etwa das Heide-Haus, hängten Nistkästen auf, beschnitten den Apfelbaum oder entkrauteten den Naschgarten. „Die Stimmung ist total entspannt. Die Eltern sitzen zusammen und schnacken“, freute sich Dunker über eine gute Atmosphäre und bestes Arbeitswetter am Samstag. Vor drei Jahren hatten die Organisatoren mit Letzterem deutlich größeres Pech gehabt.

Positiv fürs Gemeinschaftsgefühl

Für die Lehrer war dieser Aktionstag gleichzeitig eine Möglichkeit, die Eltern ohne direkten Bezug zum Unterricht kennenzulernen. „Das ist positiv für das Gemeinschaftsgefühl“, stellte Dunker fest. Zumal auch die Kinder so wüssten, dass einiges an Arbeit im Erhalt des Schulhofs stecke. „Zusammen etwas für die Kinder zu machen ist uns einfach wichtig, auch wenn es nicht in unserer Arbeitsplatzbeschreibung steht“, sagte die Rektorin. Seit mehr als 20 Jahren engagierten sich Förderverein, Eltern und Lehrkräfte für einen naturnahen Schulhof: „Wir haben vielfältige Angebote, richtig zu spielen. Die Kinder lieben ihren Hof.“

Zum Abschluss gab es für alle Helfer Hochzeitssuppe. Foto: Niklas Golitschek

Auch Robert Kranz aus Hoykenkamp zeigte sich ganz begeistert von der Aktion. Als Lastwagenfahrer im internationalen Fernverkehr habe er bisher nur wenig Berührungspunkte mit der Grundschule Heide und dem Alltag dort gehabt. So wisse er nun auch, dass sein Sohn eine Schulleiterin habe und lernte auch einige andere Eltern kennen. „Ich selbst bin in Berlin aufgewachsen, da gab es nur Betonplatten“, erinnerte sich Kranz an die eigene Schulzeit in der Großstadt. Für die Kinder sei es einfach toll, so viel Grün direkt vor der Tür zu haben.  

Bewährter Rhythmus

Nach verrichteter Arbeit durften die Kinder dann auch gleich auf ihrem aufgehübschten Schulgelände spielen. Zudem gab es für alle Helfer noch Hochzeitssuppe zum Mittagessen. In drei Jahren will die Grundschule dann erneut den Schulhof mit Eltern und Schülern verschönern. „Der Dreijahrestakt reicht aus für die großen Sachen und so hat jedes Kind einmal mitgemacht“, sagte Rektorin Dunker.


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