Note eins für Schüler und Lehrer Ganderkeseer Schule als "Fairtrade School" ausgezeichnet

Von Martina Brünjes

Tom und Fabian halten die Urkunde „Fairtrade School“ stellvertretend für ihre Schule. Im Hintergrund freuen sich die Schüler, die den Fairtrade-Stand auf dem diesjährigen Herbstmarkt betreut haben, sowie  Vertreter von Gemeinde, Förderkreis, Weltladen, Landkreis und „TransFair“. Foto: Martina BrünjesTom und Fabian halten die Urkunde „Fairtrade School“ stellvertretend für ihre Schule. Im Hintergrund freuen sich die Schüler, die den Fairtrade-Stand auf dem diesjährigen Herbstmarkt betreut haben, sowie Vertreter von Gemeinde, Förderkreis, Weltladen, Landkreis und „TransFair“. Foto: Martina Brünjes

Ganderkesee. Die Ganderkeseer Schule am Habbrügger Weg ist ausgezeichnet worden: Sie ist jetzt eine "Fairtrade School".

Schulleiter Rainer Müller ist stolz auf seine knapp 100 Schüler und das Lehrerkollegium. Im vergangenen halben Jahr hat die Schule einiges auf die Beine gestellt, um die Auszeichnung „Fairtrade School“ zu bekommen. Jetzt wurde sie ausgezeichnet.

Im April Bewerbung eingereicht

Die erste Idee zur Bewerbung kam 2017 von einigen Schülern. Sie hatten das Thema damals im Unterricht. Danach dauerte es noch eine Weile, bis das Thema wieder aufgegriffen wurde. Im November 2018 gab es dann ein erstes Treffen der Planungsgruppe. Und am 26. April dieses Jahres reichte der Schulleiter die Bewerbung ein. Bei einigen anderen Schulen laufe die Phase bis zur Ernennung schon seit einigen Jahren, in Ganderkesee habe es ein halbes Jahr gedauert, sagte Müller.

Aktive Lehrer und Schüler

Sowohl Lehrer als auch Schüler haben sich aktiv an der Umsetzung beteiligt. In verschiedenen Projekten wurden die Themenschwerpunkte wie fairer Handel, Herstellung von Kleidung ohne Kinderarbeit oder auch Alternativen zum Kleidungskauf behandelt. Die Schüler lernten, was das Fairtrade-Siegel bedeutet und probierten sich in der Herstellung von Lebensmitteln mit fair gehandelten Zutaten.

Sogar Fairtrade-Lied präsentiert

Die Ergebnisse wurden zum Ende der Projektwoche präsentiert. Neben einer Modenschau mit Kleidung aus Second-Hand-Läden, selbst gebackenem Bananenbrot und Siebdrucken wurde auch ein Fairtrade-Lied der Schülerband präsentiert.

Banner enthüllt

Angelika Boden vom Verein „TransFair“ übergab den Schülern, die auf dem Herbstmarkt den Fairtrade-Stand betreuten, einzeln eine Urkunde. Sie lobte die vielen Aktionen, die die Schule zu diesem Thema erarbeitet hat, und würde dem Förderzentrum die Schulnote eins geben, betonte sie in ihrer Ansprache. „Die Schule hat sich die Auszeichnung ,Fairtrade School’ verdient“. Dann übergab Angelika Boden die Urkunde zur „Fairtrade School“, und es wurde außerdem das Banner „We are a Fairtrade School“ enthüllt.

Fairtrade bleibt auch in Zukunft Thema

Auch in Zukunft wird es Aktionen zum Thema Fairtrade an der Schule geben. „Wir Lehrer trinken schon sehr lange Fairtrade-Kaffee“, informierte der Schulleiter. Aber auch die Schülerfirma, die mit dem Weltladen Ganderkesee zusammenarbeitet, hat auf Fairtrade-Schokolade und andere Fairtrade-Lebensmittel umgestellt. Auch für den täglichen Schul- und Sportbedarf wird in Zukunft mehr Recherche betrieben, um auf Fairtrade-Produkte umzusteigen. „Wir wollen die Welt Stück für Stück ein bisschen besser machen“, schloss Rainer Müller seine Rede.


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