Landkreis Oldenburg sucht Müllvermeider „Gelbe-Sack-Challenge“ belohnt Einsatz für die Umwelt mit Preisgeld

Plastikmüll vermeiden: Dazu will der Landkreis Oldenburg mit seiner "Gelbe-Sack-Challenge" motivieren. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpaPlastikmüll vermeiden: Dazu will der Landkreis Oldenburg mit seiner "Gelbe-Sack-Challenge" motivieren. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Landkreis Oldenburg. Viele Rückmeldungen und viel Lob, aber wenig konkrete Anmeldungen: So sieht bisher die Resonanz auf den Aufruf zur ersten „Gelbe-Sack-Challenge“ des Landkreises Oldenburg aus.

Um mindestens zehn Einzelpersonen oder Familien dafür zu begeistern, einen Monat lang weniger Plastikmüll zu produzieren und ihre Anstrengungen dabei zu dokumentieren, weitet der Landkreis die Anmeldefrist bis Sonntag, 27. Oktober, aus.

Bis zu diesem Datum ist zunächst nur eine kurze Anmeldung per E-Mail erforderlich, bei der neben Kontaktinformationen, Wohnsitz und Personenanzahl auch kurz die eigene Motivation zur Teilnahme dargestellt werden soll. Gerichtet werden sollte diese E-Mail an eine der Projektleiterinnen Rebecca Remke, Rebecca.Remke@oldenburg-kreis.de, oder Sabrina Grensemann, Sabrina.Grensemann@oldenburg-kreis.de.

Vortrag über Müllveremeidung zum Auftakt

Dann bekommen die Teilnehmer – und auch alle anderen Interessierten – erst einmal Input bei einer öffentlichen Vortragsveranstaltung zum Thema „Müllvermeidung im Alltag“. Der Auftaktabend zur Challenge in Kooperation mit der regio-VHS beginnt am Dienstag, 29. Oktober, um 18 Uhr, im Haus Müller in Ganderkesee. Barbara Flügge, VHS-Dozentin aus Hamburg, wird in ihrem Vortrag „Unser täglich Plastik“ praktische Tipps geben, wie sich Plastik im Alltag reduzieren lässt.

Die eigentliche „Gelbe-Sack-Challenge“ läuft dann von Mittwoch, 30. Oktober, bis Samstag, 30. November. In diesem Zeitraum sollen die Teilnehmenden verstärkt versuchen, ihr normales Abfallaufkommen, vor allem was Plastik angeht, deutlich zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden. Dabei machen die Veranstalter den Teilnehmenden keinerlei konkrete Vorgaben. Wie und in welchem Umfang man sich um Müllvermeidung bemüht, bleibt jedem selbst überlassen.

Mit Filmen, Fotos oder Blogs Anstrengungen festhalten

Aber die Teilnehmer sollen nicht nur einen Bogen um unnötigen Abfall machen, sondern auch anderen verraten, wie ihnen das gelingt. Die Wahl der Mittel bleibt ihnen auch hier komplett freigestellt. Ob die Anstrengungen zur Müllvermeidung in einem Film, mit Fotos, eigenen Kunstwerken oder anders gearteten Projekten oder Blogs dokumentiert werden, steht jedem Wettbewerbsteilnehmer frei. „Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf“, fordern die Challenge-Organisatorinnen Interessierte auf.

Auch wie der jeweilige Haushalt bisher beim Abfallaufkommen dasteht, ob also schon ganz bewusst Müll vermieden wird oder ob das bisher keine große Rolle spielt, ist egal. „Die Challenge ist sowohl für ,Neulinge’, die etwas ausprobieren wollen, als auch für bereits ,Erprobte’, die ihre kreativen Lösungen mit anderen teilen wollen“, betont Landkreis-Pressesprecher Oliver Galeotti.

1000 Euro an Preisgeldern ausgelobt

Im Anschluss wird eine Fachjury unter allen Teilnehmenden drei Preisträger oder Preisträgerinnen auswählen, die Preisgelder in Höhe von insgesamt 1000 Euro gewinnen. Hierbei erhalten die Erstplatzierten 500 Euro, der 2. Platz wird mit 300 Euro gewürdigt und der 3. Platz mit 200 Euro prämiert.

Bei ihrer Bewertung der Teilnehmer-Beiträge orientiert sich die Fachjury an Kriterien wie Abfallvermeidung und Beitrag zum Klimaschutz, aber auch Kommunikation und Kooperation spielen eine Rolle. Außerdem wird auch die Innovation und die Kreativität der Teilnehmer bewertet sowie die Übertragbarkeit der erreichten Erfolge.

Die abschließende Preisverleihung an die Challenge-Teilnehmer soll am Montag, 9. Dezember, im Kreishaus in Wildeshausen gefeiert werden. 


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