Freilichtbühne in Bookholzberg Gemeinde kauft Haus 21 für geplantes Informationszentrum

Jetzt steht die Sanierung an: Mit dem Kauf von Haus 21 des Spieldorfs der Freilichtbühne Stedingsehre ist das geplante Informationszentrum wieder ein Stück näher gerückt. Archivfoto: Thomas DeekenJetzt steht die Sanierung an: Mit dem Kauf von Haus 21 des Spieldorfs der Freilichtbühne Stedingsehre ist das geplante Informationszentrum wieder ein Stück näher gerückt. Archivfoto: Thomas Deeken

Bookholzberg. Das Projekt eines Informationszentrums zur ehemaligen Freilichtbühne Stedingsehre in Bookholzberg ist seiner Verwirklichung einen großen Schritt nähergekommen. Die Gemeinde Ganderkesee hat im früheren Spieldorf das Haus Nummer 21 gekauft, das das Informations- und Dokumentationszentrum beherbergen soll.

Der Stiftungsrat der Landesstiftung für berufliche Rehabilitation, der das Gelände mit dem Berufsförderungswerk Weser-Ems gehört, hat dem Verkauf an die Gemeinde zugestimmt. Das bestätigte Fördervereinsvorsitzender Dietmar Mietrach auf Nachfrage.

In Kürze wird die Übernahme von Haus 21 durch die Gemeinde auch symbolisch besiegelt: Am kommenden Donnerstag wohnen Vertreter der Gemeinde, des Landkreises, des Fördervereins und der INN-tegrativ gGmbH als Träger des Berufsförderungswerks der Schlüsselübergabe bei.

"Sehr positive Nachricht"

Große Freude und Erleichterung herrscht jetzt bei Dietmar Mietrach und seinen Mitstreitern, die sich seit Jahren für den Geschichts- und Lernort zur Freilichtbühne Stedingsehre einsetzen. Insbesondere die jüngere Generation soll nach ihren Vorstellungen mit der Geschichte dieses Ortes, einer früheren NS-Kultstätte, vertraut gemacht werden. „Das ist eine sehr positive Nachricht“, kommentierte der Bookholzberger den Verkauf von Haus 21.

Jetzt steht Sanierung an

Der Übergang der Immobilie in die Hand der Gemeinde ist laut Mietrach eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die zur Finanzierung des Vorhabens benötigten Fördergelder bewilligt werden. Nächster Schritt auf dem Weg zum Informationszentrum sei jetzt die Sanierung und anschließend die Einrichtung des Objekts. Rund 260.000 Euro seien dafür zu stemmen.

Förderantrag ist gestellt

Diese Kosten teilen sich Gemeinde Ganderkesee und Landkreis Oldenburg je zur Hälfte. Ein Großteil der Beträge werde wiederum durch Fördergelder abgedeckt, vor allem aus dem EU-Programm Leader. Der Antrag für die Leader-Mittel sei gestellt und könne jetzt fertig bearbeitet werden, da die Frage der Räumlichkeiten nun geklärt ist. „Ich bin froh, dass wir jetzt so weit sind“, sagte Mietrach. Großer Dank gebühre dem Kreis, der Politik vor Ort, Lars Pallinger von INN-tegrativ und den Experten etwa der Oldenburgischen Landschaft, die bei dem Projekt geholfen haben.

Drei Monate werde die Sanierung in Anspruch nehmen, schätzt Mietrach, anschließend könne das Informations- und Dokumentationszentrum eingerichtet werden. So rückt die Eröffnung schrittweise näher: „Die möchten wir gerne im Frühjahr 2020 feiern."


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