Seniorenstützpunkt gestartet Neues Beratungsangebot für Ältere im Landkreis Oldenburg

Christiana Dölemeyer (r.), Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung, freut sich mit den Ansprechpartnerinnen Dr. Ina-Maja Lemke-Eger (l.) und Inca Schröder über den Start des Seniorenstützpunktes. Foto: Landkreis Oldenburg/GaleottiChristiana Dölemeyer (r.), Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung, freut sich mit den Ansprechpartnerinnen Dr. Ina-Maja Lemke-Eger (l.) und Inca Schröder über den Start des Seniorenstützpunktes. Foto: Landkreis Oldenburg/Galeotti

Landkreis Oldenburg. Für alle Fragen und Problemlagen, die mit dem Alter einhergehen, steht beim Landkreis Oldenburg seit Kurzem der neue Seniorenstützpunkt zur Verfügung.

Seit Monatsbeginn ist der neue Seniorenstützpunkt des Landkreises Oldenburg am Start. Als eine „Reaktion auf die demografische Entwicklung“ sei dieser Schritt erfolgt, berichtet der Sprecher des Landkreises, Oliver Galeotti. Zugleich werde damit einem Antrag der Kreis-Seniorenvertretung entsprochen, eine zentrale Anlaufstelle neben dem bereits existierenden Pflegestützpunkt für ratsuchende Senioren zu schaffen. Das Beratungsangebot richte sich an die Generation der über 60-Jährigen.

Einige Fakten untermauern die Wichtigkeit dieser Angebote für die ältere Generation. „Während die Zahl der Senioren und Seniorinnen im Kreisgebiet von 2011 bis 2018 von 32003 auf 36415 Menschen und somit um rund 13,8 Prozent stieg, wird bis 2030 eine Anzahl von rund 48000 über 60-Jährigen im Landkreis Oldenburg prognostiziert“, erläutert Galeotti. Der Bevölkerungsanteil dieser Altersgruppe liege zukünftig bei rund 38,5 Prozent, gegenüber gegenwärtig rund 28 Prozent.

Landrat kontert Kritik

„Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Einrichtung des Seniorenstützpunktes richtig wie wichtig ist“, sagt Landrat Carsten Harings. Nicht nachvollziehen könne er indes die aus Sicht der Verwaltung völlig überzogene Kritik, die Jürgen Lüdtke, Vorsitzender der Kreis-Seniorenvertretung, öffentlich geäußert habe. „Der Seniorenstützpunkt ist seit acht Tagen offiziell in Betrieb. Nach sieben Tagen gibt es vom Vorsitzenden deutliche Kritik, und er bezeichnet den Stützpunkt als Mogelpackung. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor“, zeigt sich Harings verstimmt und bedauert die Schärfe, die aus seiner Sicht in die Diskussion reingebracht worden sei. Der Landrat plädiert dafür, „erst einmal die tatsächlichen Ergebnisse und Erfolge der aufgenommenen Arbeit“ abzuwarten.

Antworten auf viele Fragen

Die Seniorenvertretung des Landkreises Oldenburg hat laut ihren Statuten eine beratende und keine beauftragende Funktion. Sie kann dem Kreistag sowie der Verwaltung Empfehlungen und Vorschläge unterbreiten, ist jedoch nicht weisungsbefugt, stellt Oliver Galeotti klar.

Eine zentrale Aufgabe des Seniorenstützpunktes werde es sein, individuelle Antworten auf folgende Fragen und Problemlagen zu geben: Wie und wo finde ich eine Unterstützung im Alltag, zum Beispiel beim Einkaufen oder bei der Freizeitgestaltung? Was muss ich tun, um meine Wohnung seniorengerecht zu gestalten und welche (finanziellen) Unterstützungsmöglichkeiten kann ich in Anspruch nehmen? Welche Wohnformen gibt es im Landkreis Oldenburg für Senioren? Gibt es für mich Sozialleistungen, die ich in Anspruch nehmen kann?

Auch Informationen zum Ehrenamt

An den Seniorenstützpunkt können sich auch Angehörige wenden. Sie werden dann umfassend beraten, über bestehende Möglichkeiten informiert und unterstützt. Ziel des Seniorenstützpunktes ist es laut Galeotti, Angebote und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie auch alleinstehende ältere Menschen am Leben in der Gemeinschaft möglichst selbstbestimmt teilnehmen können. Zugleich sollen interessierte Bürger über Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements in der Seniorenarbeit informiert werden.

Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Alter und zuständig für den Einsatz von Wohnberatern ist Inca Schröder. Sie ist telefonisch unter (04431)85-442, per E-Mail unter inca.schroeder@oldenburg-kreis.de und nach Vereinbarung für persönliche Gespräche im Kreishaus, Raum 055, in der Zeit von montags bis freitags, 9.30 bis 13 Uhr, zu erreichen. Unter anderem für Fragen der Netzwerk-, Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit ist Dr. Ina-Maja Lemke-Eger im Seniorenstützpunkt zuständige Ansprechpartnerin. Sie ist unter (04431)85-652 sowie unter ina-maja.lemke-eger@oldenburg-kreis.de zu erreichen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN