Infotreffen in Ganderkesee Arbeit des Jugendamtes für Geflüchtete dargestellt

Sie warteten mit vielen Infos auf (von links): Olaf Wessels vom Jugendamt des Landkreises, Mustapha Mansour (ehrenamtlicher Sprachmittler) und  Sandra Baba (Migrationssozialarbeiterin der Diakonie Ganderkesee). Foto: Landkreis Oldenburg/BrückSie warteten mit vielen Infos auf (von links): Olaf Wessels vom Jugendamt des Landkreises, Mustapha Mansour (ehrenamtlicher Sprachmittler) und Sandra Baba (Migrationssozialarbeiterin der Diakonie Ganderkesee). Foto: Landkreis Oldenburg/Brück

Ganderkesee. Das Jugendamt des Landkreises Oldenburg hat seine Leistungspalette vor Geflüchteten dargelegt. Fragen gibt es viele.

Was macht eigentlich das Jugendamt? Einiges davon mag man als langjähriger Bewohner von Ganderkesee oder anderen Teilen des Landkreises noch wissen. Doch gerade bei geflüchteten Menschen ist die Kenntnis über die Leistungspalette der Behörde gering. Diesem Manko trat jetzt eine deutsch-arabische Veranstaltung mit Olaf Wessels vom Jugendamt des Landkreises Oldenburg im evangelischen Gemeindehaus der Diakonie entgegen. Mehr als 20 Geflüchtete nutzen die Gelegenheit, sich informieren zu können.

Fragestellungen gibt es viele

Fragen gibt es viele: Wo bekomme ich Beratung, wenn es Probleme mit meinen Kindern im Elternhaus oder der Schule gibt? Wen kann ich anrufen, wenn ich Unterstützung für meine kleinen Kinder brauche? Was bedeutet Sorgerecht in Deutschland? Wie schützt das Jugendamt Kinder, die von Gewalt bedroht sind?

Wessels erläuterte mit einfachen Worten, was das Jugendamt macht. Es bietet demnach Eltern Beratung und Hilfe, wenn sie Probleme mit ihren Kindern im Elternhaus oder in der Schule haben, seien es nun Kleinkinder, Schulkinder oder Jugendliche. Diese Angebote sind freiwillig.

Anderseits kann das Jugendamt nach seinen Worten Kinder und Jugendliche auch schützen und in Obhut nehmen, wenn diese von Gewalt bedroht sind. Das ist eine gesetzliche Aufgabe und dieser Schutz ist Pflicht. Dabei hören die Mitarbeiter alle Parteien, die Eltern, das Kind oder den Jugendlichen, an.

Sprachmittler eingesetzt

„Wir wollten Geflüchteten die Gelegenheit bieten, die Aufgaben und Pflichten des Jugendamtes zu verstehen“, sagt Dr. Brigitte Brück, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Landkreises Oldenburg, und ergänzt: „Bei dieser Veranstaltung hatten wir daher den ehrenamtlichen Sprachmittler, Mustapha Mansour, dazu gebeten, um komplexere Sachverhalte ins Arabische und Fragen aus dem Arabischen ins Deutsche zu übersetzen.“ Die Migrationssozialarbeiterin der Diakonie in Ganderkesee, Sandra Baba, und die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, Monika und Erich Kurzawski, hatten mit der Bildungskoordinatorin zu diesem Abend eingeladen.


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