Verkehrsausschuss Ganderkesee Bei Brookweg-Ausbau in Schierbrok zeichnet sich Provisorium ab

Im Verkehrsausschuss gab es eine erste Tendenz. Beim Ausbau des Brookwegs könnte es ein Provisorium geben. Foto: Thomas DeekenIm Verkehrsausschuss gab es eine erste Tendenz. Beim Ausbau des Brookwegs könnte es ein Provisorium geben. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee / Schierbrok. Im Ganderkeseer Ausschuss für Straßen und Verkehr ging es am Mittwochabend unter anderem um den Ausbau des Brookwegs in Schierbrok. Eine der Fragen: Müssen die Anlieger dafür zahlen oder nicht.

Es deuten sich gute Nachrichten für die Anwohner des Brookwegs in Schierbrok an. Das war zumindest der Tenor am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Straßen und Verkehr. Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Ausschussmitglieder schon jetzt in der Diskussion über die Sanierung des rund 300 Meter langen Weges zwischen Bahnhofstraße und Fasanenweg für einen einfachen provisorischen Ausbau ausgesprochen. Und das würde bedeuten: Die Anlieger müssten nicht ins eigene Portemonnaie greifen. 

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Zu einer Beschlussempfehlung für die Ratsmitglieder kam es allerdings noch nicht. Dafür fehlten einigen Fraktionen wie CDU, SPD und FDP noch einige Informationen, die aber in der November-Sitzung des Ausschusses und damit  rechtzeitig zur Entscheidung im Rat vorliegen sollen.

Provisorium würde Gemeinde 56.000 Euro kosten

Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, hatte zunächst im Detail über die Entwässerung und die Befestigung der Fahrbahn informiert und dabei deutlich gemacht: Eine Sanierung wie am Forstweg zwischen Bahnhofstraße und  Am Walde/Ecke Bremer Weg sei nicht möglich. Das beauftragte Ingenieurbüro, das am Brookweg gemessen und begutachtet hatte, stellte allerdings eine provisorische Lösung vor, die nach derzeitigen Schätzungen etwa 56.000 Euro kosten würde - was größtenteils von der Gemeinde zu zahlen wäre. Der Nachteil: Der Zustand der Straße würde nur wenige Jahre halten, "möglicherweise zehn", sagte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung.

Bei Erstausbau müssten auch Anlieger zahlen

Bei einem Erstausbau würde die "Lebensdauer" vermutlich mindestens 30 Jahre betragen. Allerdings müssten sich die Anwohner dann auch mit eigenen Erschließungsbeiträgen beteiligen. Nach derzeitigem Stand würde es um 270.000 Euro für alle gehen. 110.000 Euro wären der Anteil der Gemeinde.

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"Das ist den Bürgern nicht zuzumuten. Wir müssen einen provisorischen Ausbau hinkriegen", betonte Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler. Im Übrigen wäre die provisorische Variante auch günstiger für die Gemeinde. Und die müsse sparsam vorgehen. "Wir sollten dort investieren, wo es wichtiger ist", sagte Hansen, der am Mittwochabend am liebsten schon einen Beschluss für ein Provisorium gehabt hätte. Dafür erhielt er volle Unterstützung von Dr. Volker Schulz-Berendt, Fraktionschef der Grünen, der keinen Anlass sah, mit einem Beschluss weiter zu warten. Schließlich lägen alle Informationen seitens des Ingenieurbüros und von Henning Kahl vor. Und die Entwässerung sei bei einem Provisorium gewährleistet.

Tenor im Ausschuss: Entwässerung muss gewährleistet sein

Das wollte Marion Daniel, Fraktionsvorsitzende der FDP, allerdings nicht übers Knie brechen.  "Wenn wir uns jetzt für ein Provisorium entscheiden, muss das auch für alle anderen betroffenen Straßen gelten", sagte sie und verwies auf Straßen wie Philosophenweg, Brookdamm und Neddenhüsen. Es fehlten noch Informationen, um das Problem grundsätzlich zu lösen. Das sah dann auch der Ausschuss mehrheitlich so. Kommentar von CDU-Ratsherr Cord Schütte, der auch Richtung Provisorium tendiert: "Wenn wir Geld sparen, ist das eine gute Sache. Aber das Wasser muss weg."


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