Ganderkeseer Optiker Neue Technik verspricht Hilfe bei trockenen Augen

Von Martina Brünjes

Stephan Wessels demonstriert die Anwendung der Technik gegen das Sicca-Syndrom. Foto: Martina BrünjesStephan Wessels demonstriert die Anwendung der Technik gegen das Sicca-Syndrom. Foto: Martina Brünjes

Ganderkesee. Es gibt eine neue Technik, das Sicca-Syndrom, bei dem es um trockene Augen geht. Optiker Wessels aus Ganderkesee informiert.

Ganderkesee und Rostock sind die einzigen Standorte, an denen es durch eine neue Technik möglich ist, das Sicca-Syndrom – eine weite verbreitete Erkrankung, bei der es um trockene Augen geht – zu lindern. Das sagt Augenoptikermeister und Optometrist Rolf Wessels, der an der Rathausstraße im Ganderkeseer Ortskern tätig ist. Sein Kommentar: „Trockene Augen sind die Volkskrankheit Nummer eins.“

Klimaanlage oder Heizungsluft

Trockene Augen entstehen beispielsweise durch die Nutzung einer Klimaanlage, durch trockene Heizungsluft oder auch durch langes Arbeiten am Bildschirm. „Man hat das Gefühl, ein Sandkorn im Auge zu haben“, beschreibt Rolf Wessels das Gefühl.  

Mit Tränenflüssigkeit versorgt

Die Augen werden mit Tränenflüssigkeit versorgt, brauchen aber auch einen Fettanteil aus den Meibomschen Drüsen, die im Innern des unteren Augenlides sitzen. Diese beiden Komponenten bilden den wichtigen Schmierfilm auf den Augen, erklärt der Optometrist.

Rolf Wessels kennt das Sandkorngefühl. Auch er habe unter trockenen Augen gelitten und schon nach der ersten Anwendung eine deutliche Verbesserung verspürt.

Drei Anwendungen plus Abschlussuntersuchung

Der 38-jährige Stephan Wessels, ebenfalls Augenoptikermeister und Optometrist, erläutert die Funktion des Gerätes: „Die Kunden bekommen eine Schutzbrille aufgesetzt. Dann tragen wir Kontaktgel auf die Haut unterhalb des Auges auf und senden zehn Lichtimpulse mit hellem, rotem Licht Richtung Parasympathikus – einem Teil des vegetativen Nervensystems. So fangen die Meibomschen Drüsen wieder an, mehr zu produzieren.“ Bevor die Optometristen Wessels jedoch eine derartige Behandlung anbieten, werde ausführlich gefragt und untersucht. Zu der Behandlung gehören drei Anwendungen und eine Abschlussuntersuchung. „Viele Kunden berichten, dass sie schon nach der ersten Anwendung eine deutliche Linderung verspüren“, erklärt der 69-jährige Wessels.

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für diese Leistung nicht auf. Wer sie in Anspruch nimmt, zahlt für drei Termine insgesamt 249 Euro.

"Keine Konkurrenz zu Augenärzten"

Die beiden Inhaber des Geschäfts Wessels sind eigenen Angaben zufolge darauf bedacht, immer auf dem neuesten Stand zu sein. So bieten sie noch weitere Untersuchungen an. Ein Beispiel ist das Optometriescreening. Hier wird auf den grünen und grauen Star untersucht oder auch der Augenhintergrund inspiziert. „Uns ist dennoch wichtig, dass wir nicht in Konkurrenz zu den Augenärzten stehen. Wir klären die Kunden auf, dass wir keine 100 prozentige Sicherheit geben können. Sehen wir etwas was nicht in Ordnung ist, verweisen wir an die Augenärzte“ erklärt Stephan Wessels.

Für diejenigen, die nicht zum Augenarzt gehen

Mit den Leistungen wollen die Augenoptikermeister eher die Kundenklientel erreichen, die keinen Termin bei Augenärzten bekommen hat, sich aber trotzdem zur Sicherheit untersuchen lassen will. „Die Patienten, die in ärztlicher Behandlung sind, wollen wir gar nicht ansprechen,“ stellt Rolf Wessels heraus. „Eher die, die es zeitlich nicht schaffen oder gar nicht erst zum Augenarzt gehen.“


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