Geöffnete Denkmäler in Ganderkesee Altehrwürdige Kirche mit einigen Besonderheiten

Rolf Niemeyer (links) erklärt die Besonderheiten in der Bauweise der Kirche St. Katharinen in Schönemoor. Foto: Dirk HammRolf Niemeyer (links) erklärt die Besonderheiten in der Bauweise der Kirche St. Katharinen in Schönemoor. Foto: Dirk Hamm

Ganderkesee. Zwei Kirchen und eine ehemalige NS-Kultstätte waren die drei Anlaufpunkte für den Tag des offenen Denkmals in Ganderkesee.

Aus dem Jahr 1230 stammt die älteste bekannte Erwähnung der St.-Katharinen-Kirche in Schönemoor. Das war nur eine von vielen Informationen und Geschichten über das altehrwürdige Gemäuer an der Schönemoorer Dorfstraße, mit denen Rolf Niemeyer am Sonntagnachmittag bei zwei Führungen aufwartete. Das Gotteshaus war am Tag des offenen Denkmals einer von drei Orten im Gemeindegebiet, an denen es interessante Einblicke gab.

Starke Mauern tragen Turm

Mit einem halben Dutzend Gästen recht überschaubar, dafür umso interessierter war die erste Gruppe, die Rolf Niemeyer am frühen Nachmittag begrüßte. Niemeyer, Mitglied des Kirchenrates, wusste zunächst vor der Kirche einige Besonderheiten ihrer Bauweise zu erklären. Etwa dass der Turm des dreijochigen Bauwerks nicht angebaut, sondern auf eines der drei Joche aufgesetzt wurde. Dazu mussten die Mauern dieses Teils der Kirche verstärkt werden.

Im Mittelalter geweiht

Aus der Frühzeit dieses Gotteshauses sei fast nichts richtig belegt, führte Niemeyer aus. Ihr jetziges Erscheinungsbild hatte die Kirche wohl schon 1324, als sie geweiht wurde. Im Innern hat sich jedoch einiges verändert: „Eine Bestuhlung gab es in der damaligen Zeit noch nicht.“ Der Priester hatte eine eigene Priesterpforte, die später zugemauert wurde.

Hintergründe zu Stedingsehre

Über rund 35 Teilnehmer freuten sich Lisa Dirks und Peter Hedemann bei ihrer Führung auf dem Gelände der ehemaligen Freilichtbühen Stedingsehre in Bookholzberg. Dabei war einiges über die Hintergründe der von den Nationalsozialisten errichteten Kultstätte zu erfahren, aber auch über die Pläne für ein Informations- und Dokumentationszentrum in Haus 21 des ehemaligen Spieldorfes.

Kurzkonzert nach Führung

Dritter Schauplatz am Tag des offenen Denkmals war die Kirche St. Cyprian und Cornelius im Ort Ganderkesee, die am Nachmittag ebenfalls geöffnet war. Nach zwei Kirchenführungen kamen die Gäste in den Genuss einer Orgelführung mit Kreiskantor Thorsten Ahlrichs, der anschließend ein Kurzkonzert gab.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN