Sommerleseclub der Gemeindebücherei Kleine und große Leseratten in Ganderkesee freuen sich über den Leseganter

Die ausgezeichneten Teilnehmer des Sommerleseclubs in Ganderkesee nahmen stolz ihre Leseganter entgegen. Foto: Christopher BredowDie ausgezeichneten Teilnehmer des Sommerleseclubs in Ganderkesee nahmen stolz ihre Leseganter entgegen. Foto: Christopher Bredow
Christopher Bredow

Ganderkesee. Die Gemeindebücherei lockte kleine und große Leseratten in diesem Jahr mit einem neuen Konzept zum Sommerleseclub. Mehr als 200 Teilnehmer erhielten am Mittwoch ihre Urkunden. Für besonders kreative Ideen bei der Gestaltung des Logbuchs gab es zudem sechs goldene Leseganter zu gewinnen.

Ganz und gar oscarreif ging es am Mittwochabend in der Mensa Am Steinacker in Ganderkesee zu: Zum Abschluss des Sommerleseclubs lud die Gemeindebücherei Ganderkesee alle Leseratten zu einem Fest ein, bei dem es nicht nur Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme, sondern auch ganz besondere Preise gab. In gleich sechs Kategorien wurden erstmals "Leseganter" verliehen – und zwar für besonders kreative Ideen, die bei den Lesern während ihrer Lesephase entstanden sind.

Kreative Ideen in sechs Kategorien ausgezeichnet

Denn zum ersten Mal ging es beim Sommerleseclub in diesem Jahr nicht allein um das Lesen von mindestens drei Büchern, sondern auch Kreativität war gefragt. "Das Logbuch war nicht nur als Nachweis für die gelesenen Bücher da, sondern auch zum Gestalten", erklärte Büchereileiterin Sigrid Kautzsch: "Die Kinder konnten sich dabei austoben, ihnen waren keine Grenzen gesetzt."

Und so kamen Kautzsch zufolge viele ganz unterschiedlich mit Fotos und gemalten Bildern gestaltete Logbücher zusammen, aus denen die kreativsten Ideen mit dem goldenen Leseganter ausgezeichnet wurden. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem die "Drama-Lamas" für den besten Team-Namen, "Die Lesevampire" für das beste Gesamtkonzept und "Die 4 Flowergirls" für das kreativste Logbuch. (Lesen Sie hier: Kreativen Leseratten in Ganderkesee winkt der Leseganter.)

Sommerleseclub ohne Altersbeschränkung

Mit dem neuen Konzept hat die Gemeindebücherei in diesem Jahr versucht, noch mehr Kinder in den Ferien zum Lesen zu motivieren – und zum ersten Mal auch Erwachsene. "Wir haben den Leseclub für alle Altersgruppen geöffnet – von Leseanfängern bis zu erfahrenen Lesern", so Kautzsch. Und so taten sich im Sommer unter anderem gleich zwei Familien zusammen, die als Drei-Generationen-Teams am Leseclub teilgenommen haben. "Das hat uns ganz besonders gefreut", sagte Kautzsch, die den Familien dafür Sonderpreise überreichte.

Drei-Generationen-Teams mit Sonderpreisen ausgezeichnet

"Wir lesen alle gerne und sind auch regelmäßig in der Bücherei", erzählte die 35-jährige Daniela Febert, die gemeinsam mit ihrer sieben Jahre alten Tochter Ida und der 59 Jahre alten Oma Gaby Gerke ein solches Team bildete. Dabei war die jüngste auch die fleißigste Leserin in der Familie: "Ich habe vier Bücher gelesen", sagte Ida stolz, während ihre Mutter und die Oma jeweils ein Buch lasen. Am besten gefallen habe ihr dabei das Buch "Eine Einladung ins Ballett". Lesen würde sie aber nicht nur in den Ferien: "Das ist mein Hobby", so Ida. Kreativ wurde die Familie auch, als es darum ging, einen Fiesling in ihrem Logbuch abzubilden: "Da wurde der Opa kurzerhand verkleidet und fotografiert", erzählte Daniela Febert.

Erhielten als Drei-Generationen-Team einen Sonderpreis (von links): Danela und Ida Febert mit Oma Gaby Gerke. Foto: Christopher Bredow

Teamgedanke stand in diesem Jahr im Vordergrund

Genau für solche Ideen wurde das Konzept des Sommerleseclubs in diesem Jahr umgestellt. "Das Konzept musste nach den vielen Jahren mal verändert werden", erklärte Kautzsch. Zu den Neuerungen zählten nicht nur der kreative Teil und die Öffnung für alle Altersgruppen, sondern auch die unbegrenzte Auswahl an Büchern sowie das Lesen in Teams. "Der Teamgedanke sollte noch mehr Kinder dazu motivieren, mitzumachen", so Kautzsch. Mit Blick auf 344 Anmeldungen, darunter 270 Kinder und Jugendliche und 74 Erwachsene, sei das auch gelungen. "Insgesamt haben sich 83 Teams gebildet", erklärte die Büchereileiterin.

Mehr als 200 Teilnehmer erhalten Urkunden

Ein endgültiges Fazit zum neuen Konzept wollte Kautzsch allerdings noch nicht ziehen. "Wir müssen die Erfahrungen noch auswerten und schauen dann, wie wir den Leseclub im nächsten Sommer gestalten." Unter anderem habe sie bemerkt, dass gerade bei den Jungen der kreative Teil des Sommerleseclubs nicht so gut angekommen sei – wenngleich das keine Teilnahmevoraussetzung war: "Das Konzept war nach dem Motto 'Alles kann, nichts muss' aufgebaut", so Kautzsch. Nur das Lesen von mindestens drei Büchern sei die Vorgabe gewesen, um am Ende eine Urkunde zu erhalten – so wie insgesamt 229 Teilnehmer, die diese am Mittwoch entgegen nahmen. "Wir sind zufrieden", sagte Kautzsch daher zum Abschluss.


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