Hier bedient die Chefin Platzhirsch in Ganderkesee bringt Urlaubsgefühl ins Heim

Anke Hinderlich verkauft seit zweieinhalb Jahren Möbel und Accesoires. Foto: Birgit StamerjohannsAnke Hinderlich verkauft seit zweieinhalb Jahren Möbel und Accesoires. Foto: Birgit Stamerjohanns

Ganderkesee. Anke Hinderlich führt in Ganderkesee seit zweieinhalb Jahren das Geschäft Platzhirsch. Die angebotenen Möbel und Accessoires wecken Urlaubsgefühle.

Die Suche nach dem Namen, erinnert sich Anke Hinderlich, war eine lustige Geschichte. Sie wollte etwas Handfestes, ein Tier mit breiter Brust, das sich auch auf dem Logo ihres neuen Ladens gut macht. Der Hirsch war Hinderlich sofort sympathisch – wegen seiner bodenständigen Art. „Und dann liegt unser Laden ja direkt am Marktplatz“, so die Geschäftsfrau. Schon war der Name gefunden. Platzhirsch. Am Anfang, so die Ganderkeseeerin, hätten Viele den Namen belächelt, vielleicht sogar etwas arrogant gefunden. Jetzt, nach zweieinhalb Jahren, hat sich der Platzhirsch etabliert – und macht in Einrichtungsfragen seinem Namen Ehre.

Selbstständig aus familiärem Grund

Sich selbstständig zu machen, ist nie ein Lebenstraum der 46-Jährigen gewesen. „Ich habe 26 Jahre beim Großhandel für Floristik und Dekoration Vosteen gearbeitet, auch in leitender Funktion“, so die Ganderkeseerin. Aber die Arbeitszeiten und ständige Auslandsreisen ließen sich mit dem Familienleben der Hinderlichs nicht mehr vereinbaren. Anke Hinderlich wollte mehr Zeit für ihren Sohn, der heute acht ist. „Bei einem Urlaub in St. Peter Ording haben wir uns in Ruhe Gedanken gemacht, wie es nun weiter gehen soll“, erinnert sich die Ladenbesitzerin. Denn fest stand auch: Sie ist „kein Typ für zu Hause“, wollte auf jeden Fall weiter arbeiten gehen. Der Zufall wollte es, dass das Hotel, in dem die Familie Urlaub machte, komplett von der niederländischen Firma Rivièra Maison eingerichtet war. Die Möbel und Accessoires haben Anke Hinderlich schon immer gut gefallen. Und so kam ihr und ihrem Mann Stefan die Idee: Ein eigener Laden mit Möbeln und schönen Dingen, die ein bisschen Urlaubsgefühl in die eigenen vier Wände bringen, wie Anke Hinderlich sagt. Der Möbelhersteller arbeitet mit altem Holz, jedes Stück wird individuell gefertigt. Der Stil lässt sich als sportlich-gemütlich beschreiben, es gibt aber verschiedene Linien, unter anderem auch Möbel im Landhaus-Stil und im Industrie-Design.

In Ganderkesee gut angekommen

„Das erste Jahr war hart“, erinnert sich Stefan Hinderlich. Seine Frau habe natürlich viel gearbeitet und der Platzhirsch war Dauer-Gesprächsthema – auch zu Hause nach Feierabend. Nicht nur der Laden musste eingerichtet werden, auch einen ansprechenden Internetauftritt sollte der Platzhirsch bekommen. Auch der brauchte seine Zeit. Trotzdem, da sind sich Anke Hinderlich und ihr Mann einig, ist die Selbstständigkeit das Beste, was der Ganderkeseerin passieren konnte. Mittlerweile hat sie zwei Mitarbeiterinnen – und das Gefühl, sich mit ihrem Geschäft in Ganderkesee etabliert zu haben. Obwohl Rivièra Maison, wie Anke Hinderlich findet, eher eine Großstadtmarke ist. „Ganz viele Kunden haben aber in Hotels, die von Rivièra eingerichtet sind, Urlaub gemacht und sind auf den Geschmack gekommen.“ Entsprechend viele Tische, Stühle und Lampen verkauft die Platzhirsch-Chefin an Kunden, die bei der Suche nach Anbietern der Marke auf ihren Laden aufmerksam geworden sind. Auf Wunsch kommt sie auch zu den Kunden nach Hause, um vor Ort Vorschläge für eine neue Couch oder gleich ein ganzes Esszimmer zu machen. Mehrere Ferienwohnungen hat Anke Hinderlich ebenfalls schon eingerichtet. „Mein Traum wäre es natürlich, auch einmal ein Hotel auszustatten“, so die Ganderkeseer Geschäftsfrau.

Kulinarische Ecke eingerichtet

Aber nicht nur Großes und entsprechend Teures gibt es im Platzhirsch – der Laden an der Rathausstraße ist auch Anlaufstelle für Kunden, die auf der Suche nach einem Geschenk sind. Dann verweist Anke Hinderlich gern auf ihre kulinarische Ecke: Chutneys, Salze, Öle, Pesto, Nudeln und vieles mehr von regionalen Anbietern. Oder auf die Handtücher und Servietten aus Leinen. Gerade am Freitag, hat die 46-Jährige beobachtet, ist bei Platzhirsch „Geschenketag“. Oft kommen dann viele Kunden, um einen Gutschein mit einer Kleinigkeit aus dem Laden von Anke Hinderlich hübsch verpacken zu lassen.


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