Zusage für kleinteilige Sanierung Arbeiten an Hudes Klosterruine können bald beginnen

Von Ole Rosenbohm

Holger Lebedinzew (Bürgermeister Hude, v.l.), Rudolf Genz (Vorstand Klosterfreunde), Landesminister Björn Thümler, Astrid Grotelüschen (Bundestagsabgeordnete), Klaus Rademacher, Gesine Rademacher und Getrud Köbsch (alle Vorstand Klosterfreunde) vor der Klosterruine. Foto: Ole RosenbohmHolger Lebedinzew (Bürgermeister Hude, v.l.), Rudolf Genz (Vorstand Klosterfreunde), Landesminister Björn Thümler, Astrid Grotelüschen (Bundestagsabgeordnete), Klaus Rademacher, Gesine Rademacher und Getrud Köbsch (alle Vorstand Klosterfreunde) vor der Klosterruine. Foto: Ole Rosenbohm

Hude. An der Klosterruine in Hude wird künftig gebaut. Das Geld für die Sanierung des historischen Bauwerkes ist da.

Womöglich noch in diesem Sommer werden an der imposanten Klosterruine in Hude kleinteilige Sanierungsarbeiten beginnen. Das ist seit diesem Montag, 5. August, mit einem Besuch des niedersächsischen Wissenschafts- und Kulturministers Björn Thümler (CDU) im Klostermuseum klar, der noch für diesen Monat einen Förderbescheid des Landes versprach. Land und Bund teilen sich damit die Kosten von 520.000 Euro. Der Förderbescheid des Bundes ist in Hude bereits eingetroffen.

Handsanierung an 800 Jahre altem Gemäuer

Ein Jahr etwa wird die extrem kleinteilige Handsanierung dauern, schätzt Klaus Rademacher, Vorsitzender der „Freunde des Klosters e.V.“. Einzeln werden dann die an vielen Stellen befindlichen losen Steine aus dem bald 800 Jahre alten Gemäuer bearbeitet.

Die Entwicklung des Geländes ist damit aber nicht abgeschlossen. Gerade die Klosterfreunde haben viel vor, erfuhren der Minister und die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) vom Vereinsvorstand und Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew. Das neben der Ruine stehende Museum etwa soll bis zur Feier des 40-jährigen Vereinsbestehens am 7. Juni 2020 (Festredner: Thümler) einen neuen Eingang zur Von-Witzleben-Allee haben. Überhaupt soll das ganze Museumsgebäude saniert werden (Kosten 400.000 Euro), das Museumskonzept stark ausgeweitet werden.

Hologramm zeigt nachts die Gebäudeform

Im Blick hat der Verein das gesamte Gelände mit seinen 20 Bau- und Naturdenkmälern, das zu Klosterzeiten wie eine komplette Stadt fungierte: Eine Freilichtbühne oder ein Themen-Spielplatz gehören ebenso zu den Überlegungen wie ein Architektenwettbewerb für die zugeschüttete alte Ziegelei und ein 3-D-Hologramm an der Ruine, das nachts die einstige Gebäudeform sichtbar machen könnte. Laut Lebedinzew könnte ein möglicherweise noch in diesem Jahr gegründeter Zweckverbund aus Landkreis, Gemeinde und Eigentümerfamilie beginnen, den aufgelaufenen Sanierungsstau zu bekämpfen. Ein Mehrjahresplan: Allein die gesperrte Brücke gegenüber des Museums könne bis zu 140.000 Euro kosten.

Das Engagement des Vereins, sagte Thümler, sei „außergewöhnlich hoch“. Der Minister machte Rademacher und Co. damit auch Mut für eine weitere Landesförderung: „Man will ja schließlich fertig werden.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN