Technischer Defekt ausgeschlossen Zigarette löste Brand in Ganderkeseer Mehrfamilienhaus aus

Am Samstagnachmittag brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Ganderkesee. Foto: Günther RichterAm Samstagnachmittag brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Ganderkesee. Foto: Günther Richter

Ganderkesee. Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Ganderkesee ist die Ursache geklärt. Die Polizei geht davon aus, dass eine Zigarette das Feuer auslöste.

Am Samstagnachmittag war in einem Mehrfamilienhaus an der Lindenstraße in Ganderkesee ein Feuer ausgebrochen, dessen Ursache bislang ungeklärt war. Nachdem ein Brandsachverständiger am Mittwoch den Brandort begangen hatte, konnte die Polizei nun den Grund für das Feuer benennen. Bei der Begehung konnte ein technischer Defekt als Brandursache ausgeschlossen werden. Vielmehr soll der Brand von einer auf einem Balkon des Mehrfamilienhauses unsachgemäß entsorgten Zigarette ausgegangen sein.

Feuer griff von Balkon auf Dach über

Der Feuerwehr war am Samstag gegen 13.25 Uhr zunächst nur ein Kleinbrand auf dem Balkon des Hauses gemeldet worden. Als ein Rettungswagen als erstes Einsatzfahrzeug am Brandort angekommen war, hatten die Flammen aber bereits auf das Dach des Gebäudes übergegriffen. In der betroffenen Wohnung fanden die Feuerwehrleute keine Menschen, dafür aber zwei Hunde. Diese wurden über Leitern aus der Wohnung gerettet. Verletzungen erlitten sie bei dem Feuer nicht.

Vierparteienhaus unbewohnbar – Keine Hilfe über das Rathaus

Seit dem Brand ist das Vierparteienhaus unbewohnbar. Auch die dort ansässige Kinderkrippe "Sonnenblume" kann bis auf Weiteres nicht für die Betreuung der Kinder genutzt werden. In der Einrichtung konnten bis zu 30 Kinder betreut werden. Die Verwaltung sucht kurzfristig Lösungen, um möglichst alle Kinder ab der nächsten Woche zu versorgen. Angedacht ist die Unterbringung in der neuen Kindertagesstätte an der Fritz-Reuter-Straße. 

Von den Auswirkungen des Brandes ist auch eine junge Familie mit einem Kind und einem kleinen Hund betroffen. Sie konnte zunächst bei Familienangehörigen unterkommen, hatte sich für die Zeit danach aber für Hilfe an Bürgermeisterin Alice Gerken gewandt. Gerken bat daraufhin Hauseigentümer aus Ganderkesee, die der Familie zumindest vorübergehend eine Wohnung anbieten könnten, sich im Rathaus zu melden. "Bislang hat noch niemand auf diesen Aufruf reagiert", erklärte Gemeindesprecherin Meike Saalfeld allerdings am Donnerstag. Wo die Familie derzeit wohnt, konnte sie nicht sagen. Vermieter können sich daher weiterhin unter Telefon (0 42 22) 4 41 16 im Rathaus melden. 


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