Richtfest an der Parkstraße gefeiert Huder Rettungswache soll Anfang nächsten Jahres fertig sein

Neubau an der Parkstraße: Ab Frühjahr 2020 sollen hier Polizei und der Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe arbeiten. Architekt des Gebäudes ist Hermann Dunkler-Gronwald aus Hude. Foto: Ole RosenbohmNeubau an der Parkstraße: Ab Frühjahr 2020 sollen hier Polizei und der Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe arbeiten. Architekt des Gebäudes ist Hermann Dunkler-Gronwald aus Hude. Foto: Ole Rosenbohm

Hude. Bei der neuen Huder Rettungswache, in der künftig Polizei und Johanniter untergebracht sind, wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert.

Die neue Rettungswache in Hude direkt neben der derzeitigen Polizeistation und dem Rathaus nimmt Formen an. Das am Mittwoch gefeierte Richtfest markiert die halbe Wegstrecke bis zur planmäßigen Beziehung des Gebäudes im ersten Quartal 2020, sagten Bauherren und Architekten. Das dreiteilige Haus soll ab dem kommenden Jahr die Huder Polizei sowie die Johanniter-Unfallhilfe beherbergen. Der letzte, deutlich abgesetzte Teil, ist als Fahrzeughalle für die Johanniter vorgesehen.

"Mehr als voll im Zeitplan"

Hermann Dunkler-Gronwald vom Huder Architekturbüro Dunkler-Gronwald/Wiechmann sieht die Arbeiten mehr als „voll im Zeitplan“. Die Rohbauarbeiten seien, bedingt durch das gute Wetter, sogar schneller als geplant vorangegangen.

In die umliegende Landschaft integriert

Der Plan seines Büros sei es gewesen, das neue Gebäude in die umliegende parkähnliche Landschaft zu integrieren, sagte Dunkler-Gronwald. Dafür wurde es abgestaffelt gebaut – mit dem höheren Teil für die Polizei neben dem alten Schlauchturm der Feuerwehr, einem leicht niedrigeren für die Johanniter und der einstöckigen Fahrzeughalle. Verwendet wurde ein dezenter roter Stein mit dunkel gehaltenen Fugen.

Verwaltung nutzt frei werdendes Polizeigebäude

Nach der Fertigstellung kann das große Stühlerücken in Hude beginnen: Die Polizei wandert in ein modernes und ihren Ansprüchen gerecht werdendes Gebäude nach nebenan. Den dann freien Teil der jetzigen Polizeistation wird das unter Platzmangel leidende Rathaus besetzen. Im oberen Teil der Polizeistation arbeitet die Verwaltung schon. 2020 werden auch die Johanniter ins neue Haus einziehen.

Lebedinzew: Alleinstellungsmerkmal

Zunächst hatte die Huder Gemeindeverwaltung einen anderen Plan vor Augen. Denn weil das ebenfalls auf dem Gelände befindliche Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Rettungsdienst-Konzession an die Johanniter verloren hatte, war der Plan, wenigstens Teile des DRK-Hauses zu nutzen. Bürgermeister Holger Lebedinzew erinnerte sich auch am Tag des Richtfestes an harte, aber letztlich gescheiterte Verhandlungen: „Es zeigte sich: Die beiderseitigen Vorstellungen passten nicht zusammen.“ Deshalb der Neubau. Er verhilft Hude, sagt Lebedinzew gerne bei diesem Thema, zu einem Alleinstellungsmerkmal in der weiteren Umgebung. Denn jetzt sind fünf Organisationen an einem Ort versammelt, die in etwaigen Katastrophenfällen zusammenarbeiten: Gemeinde, Polizei, Feuerwehr, Johanniter und DRK. Die Akteure könnten sich sogar abstimmen, wenn jegliches Kommunikationsmittel ausfiele, sagte Lebedinzew.

Frühzeitig Mietverträge unterschrieben

Die Polizeidirektion Oldenburg und der Landkreis als Vertragspartner für die Johanniter hatten bereits im Oktober Mietverträge für 15 Jahre unterzeichnet. Damit seien die veranschlagten 1,75 Millionen Euro Baukosten für die Gemeinde zur Hälfte finanziert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN