Kunsthandwerk in Ateliers und Gärten Chromblitzende Oldtimer bereichern "Sommertraum" in Uhlhorn

Das junge Paar schwört auf sein betagtes Gefährt: Hannes und Madeline Vellguth zeigen ihren VW Käfer von 1971 beim „Sommertraum“ in Uhlhorn. Foto: Dirk HammDas junge Paar schwört auf sein betagtes Gefährt: Hannes und Madeline Vellguth zeigen ihren VW Käfer von 1971 beim „Sommertraum“ in Uhlhorn. Foto: Dirk Hamm

Dötlingen/Bergedorf. An vielen Orten in Dötlingen und Ganderkesee ist am Sonntag Kunsthandwerk im Garten-Ambiente präsentiert worden. In Uhlhorn waren auch Oldtimer zu bestaunen.

Wer Oldtimer, Kunst und Gärten liebt, der ist am Sonntag unmittelbar an der B 213 voll auf seine Kosten gekommen: Auf dem Gelände von Garten- und Landschaftsbau Krebs in Dötlingen-Uhlhorn bot der jährliche „Sommertraum“ neben einer Fülle an kunsthandwerklichen Angeboten auch eine Ausstellung chromblitzender Karossen vom knuffigen VW Käfer bis zu ausladenden Ami-Schlitten mit Heckflosse. Die Oldtimer waren in diesem Jahr der besondere Hingucker am zweiten und letzten Tag der Kreativschau bei Krebs.

Tour zu mehreren Kulturstätten

Aber auch an vielen anderen Stellen in der Umgebung gab es am Sonntag jede Menge zu sehen, bestaunen und kaufen. Auch ohne Autoklassiker als zusätzlicher Anreiz pilgerten die Sonntagsausflügler zu den diversen Standorten der dreimal jährlich ausgerichteten Dötlinger Gartenkultour. Das „o“ ist nicht ganz zufällig in den Namen „Gartenkultour“ hineingerutscht, denn wer seine Tour geschickt plante, konnte gleich zu einigen der Veranstaltungsorte radeln oder fahren. Etwa zum Hof Schweers in Ostrittrum, wo zusätzlich eine Landpartie mit Kunst und Kulinarischem Besucherscharen lockte. Etwas ruhiger ging es gut zwei Kilometer entfernt in Geveshausen zu, aber nicht minder spannend: Dort haben sich Brigitte Becker und Gerd Battermann eingerichtet und die „Geveshauser Blickfänge“ geschaffen.

Sie trugen "Geveshauser Blickfänge" zur Dötlinger Gartenkultour bei: (v. l.) Elisabeth Schuller-Köster, Gitta Martens, Gerd Battermann und Brigitte Becker. Foto: Dirk Hamm


So nennen sie den ehemaligen Bauernhof an der Huntloser Straße, der zur ländlichen Stätte der Kunst und des Kunsthandwerks geworden ist. Gerd Battermann hat in der Scheune sein Fotoatelier und in der „guten Stube“ hat sich Brigitte Becker der Weberei verschrieben. Einen alten Stall haben die beiden zur Galerie umgebaut, zur Villa Vierzehn, die samstags und sonntags geöffnet ist. Die Diele hingegen ist unverändert geblieben, nur zu den Gartenkultour-Terminen wird sie zum Ausstellungsraum. Gestern konnten dort etwa Lichtobjekte von Gitta Martens bestaunt werden, die die Lampenschirme in Gestalt von Seidenmalerei anfertigt. Und Elisabeth Schuller-Köster stellte metallene Skulpturen aus, deren Ausgangsmaterial Fundsachen vom Schrott sind.

Stauden-Oase zum Gartenparadies entwickelt

Die Gartenkultour besitzt ein festes Standbein auch jenseits der Dötlinger Grenzen. Denn auch die Stauden-Oase von Christa und Heinz Werner Tönjes in Bergedorf ist seit zwölf Jahren einer der Anlaufpunkte für die Garten- und Kunstfreunde. Seit 2003 hat das Ehepaar seinen naturnahen Garten immer wieder erweitert, inzwischen erstreckt sich die Stauden-Oase – man könnte getrost auch Paradies dazu sagen – über rund 8000 Quadratmeter.

In vielen Ecken und Nischen inmitten der Blütenpracht sind immer wieder kunstvoll gestaltete Objekte zu entdecken. Dennoch steht hier das Gartenerlebnis mit beispielsweise mehr als 50 Baumarten eindeutig im Vordergrund. Am Sonntag unterhielt zudem das Musikduo Markus Häger und Thomas Schlegel die Besucher. Café und Privatgarten sind immer am Wochenende geöffnet.

Zahlreiche Besucher tauchten in die Blüten- und Pflanzenpracht der Bergedorfer Stauden-Oase ein. Foto: Dirk Hamm


Aus kleinen Anfängen vor zehn Jahren und immer noch auf privater Initiative basierend, hat sich der ursprünglich in einem Privatgarten in Stenum veranstaltete „Sommertraum“ prächtig entwickelt. So stark schwoll der Besucherzuspruch laut Organisatorin Ulrike Schütte an, dass vor vier Jahren auf das Krebs-Gelände ausgewichen wurde. 20 Kunsthandwerker präsentierten dort am Samstag und Sonntag ihre kreativen Erzeugnisse, von der Weidenflechterei bis zu den mit Hammer und Amboss geschmiedeten eisernen Gartenobjekten.


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