Naturschutz im Landkreis Oldenburg Stiftung spürt Vorbilder im Umweltschutz auf

Naturschutz kennt keine Altersgrenzen: Die Naturschutzstiftung und Vertreter des Landkreises – links Landrat Carsten Harings, rechts vorne Michael Feiner vom Kuratorium der Stiftung – haben vorbildliche Projekte mit Preisen ausgezeichnet. Foto: Reiner HaaseNaturschutz kennt keine Altersgrenzen: Die Naturschutzstiftung und Vertreter des Landkreises – links Landrat Carsten Harings, rechts vorne Michael Feiner vom Kuratorium der Stiftung – haben vorbildliche Projekte mit Preisen ausgezeichnet. Foto: Reiner Haase
Reiner Haase

Falkenburg/Landkreis Oldenburg. Die Naturschutzstiftung hat sieben Projekte vorbildlichen Umweltschutzes im Landkreis Oldenburg ausgezeichnet. Die Altersspanne der Geehrten reicht vom Grundschulkind bis zum rüstigen Rentner. In jeder Hinsicht mittendrin: Martin Brinkmann aus Falkenburg.

Was liegt näher als das Schreiben eines Buches über den Naturschutz, wenn man  den Hasbruch direkt vor  der Haustür hat? Martin Brinkmann hat das Naheliegende getan und ein Handbuch verfasst, in dem dem 630 Hektar großen und komplett geschützten Wald, der gleich am Rand seines Wohnorts Falkenburg beginnt, ein Kapitel mit Beschreibungen, Karten und Fotos gewidmet ist. Darüber hinaus gibt das Handbuch Auskünfte über mehr als 20 weitere Naturschutzgebiete im Landkreis Oldenburg. "Ich bin dem Naturschutz schon immer verbunden. Ich habe alle Naturschutzgebiete besucht", versichert Brinkmann. Das Buch mit einst 60 Seiten in der Erstauflage werde ständig aktualisiert und erst nach Bestellung gedruckt. Inzwischen habe es 200 Seiten Umfang.

Fleißarbeit in der Freizeit

Der Falkenburger ist dem Umwelt- und Naturschutz als Mitarbeiter des Regionalen Umweltzentrums Hollen auch von Berufs wegen verbunden. Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg hat seine Fleißarbeit jetzt mit dem Umweltschutzpreis 2019 ausgezeichnet, weil er das Handbuch über die Naturschutzgebiete im Landkreis Oldenburg in seiner Freizeit verfasst hat. "Das ist vorbildliche Umweltbildung", betonte Michael Feiner, der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, in seiner Lobrede.

Vorbilder im Klimaschutz

"Wir können das Weltklima nicht retten, aber wir können Vorbild für die Welt sein": So zitierte Feiner den Fernsehjournalisten Sven Plöger, der jüngst im Kreishaus einen Vortrag über den Klimawandel gehalten hat. Die Stiftung hat sechs weitere vorbildliche Projekte aufgespürt oder zugetragen bekommen, die ebenfalls mit dem Umweltschutzpreis 2019 ausgezeichnet wurden. Geehrt wurden die Wildeshauser Mareile Wolf und Andreas Kühling, die einmal wöchentlich – inzwischen mit acht Unterstützern – in der Stadt und Umgebung Plastikmüll aufsammeln, bevor er irgendwann einmal im Meer landet. Die Familien Allhusen, Johannes und Stolle wurden ausgezeichnet, weil sie als Anlieger der Wildeshauser Aue und des Altonaer Mühlbachs den Fischereiverein Wildeshausen bei Öko-Projekten am Ufer unterstützt haben. Gewässer- und Artenschutz ist auch das Thema der Fischereivereine Hude und Colnrade, aktuell in Projekten an der Huder Berne und dem Beckstedter Bach. Die Grundschule Gut Spascher Sand, seit kurzem "Naturpark-Schule", ist aufgefallen, weil Lernen auch in Projekten im Wald und am See stattfindet. Diese Geehrten erhielten neben einer Urkunde und Holzeulen der Stiftung Preisgelder zwischen 75 und 300 Euro. Gar 400 Euro gehen an den Wildeshauser Kindergarten Pusteblume. Dort ist ein Spielplatz zum "Natur-Spiel-Raum" geworden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN