Insekten-Projekt in Ganderkesee Rund 60 verschieden große Flächen für "Bienenglück!" angelegt

Hendrik Meyer zu Devern (vorne) füllt das Saatgut in die Maschine. Fotos: Tammo ErnstHendrik Meyer zu Devern (vorne) füllt das Saatgut in die Maschine. Fotos: Tammo Ernst

Ganderkesee. Auf einem rund vier Hektar großen Feld zwischen Bürsteler Fuhren und Dummbäke wird derzeit das Insekten-Projekt "Bienenglück – Ganderkesee blüht was!" entwickelt.

Mit dem "Bienenglück"-Projekt auf der rund vier Hektar großen Fläche zwischen den Bürsteler Fuhren und der Dummbäke in Ganderkesee geht es weiter voran. Am Freitag haben die Organisatoren unter anderem rund 60 verschieden große Parzellen mit einer Mindestgröße von 80 Quadratmetern mit einer ganz speziellen Aussaattechnik angelegt – "was mit einer normalen Drilltechnik nicht möglich ist", informierte Landwirt Onno Osterloh aus Immer, der neben dem Landschaftsökologen Dr. Klaus Handke und  Imker Franz Winzinger das neue Projekt  unter dem Motto "Ganderkesee blüht was!" betreut.

Nistplätze aus Stein und Totholz

Außerdem geplant: Im hinteren Bereich des Feldes, wo auch spezieller Sand, Steine und Totholz aufgebracht werden, sollen künftig Nistplätze für Insekten entstehen. Außerdem wurden Wege abgesteckt, um die Fläche der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Spezielle Mischung für Ganderkesee

Saatgut sei derzeit schwer zu bekommen, erklärte Osterloh. Das Projektteam habe aber inzwischen Kontakt zu einer Firma in der Umgebung aufnehmen können, "die extra für uns in Ganderkesee eine Saat aus 40 Einzelkomponenten mischt", erläuterte der Landwirt. Dabei seien Osterloh, Handke und Winzinger sehr gespannt darauf, welche Blühmischung für diese Region tatsächlich die richtige ist. Denn die bisherige Erfahrung bei den Blühstreifen, die über den Runden Tisch Natur in der Gemeinde organisiert worden sind, habe gezeigt, dass hierzulande nicht alle Pflanzen prächtig gedeihen würden. Die könnte man später aussortieren und durch neue Saat ersetzen.

Onno Osterloh geht mit reichlich Saat-Tüten ans Werk. Foto: Tammo Ernst


Weiterhin Paten gesucht

Schließlich soll das "Bienenglück" keine einmalige und einjährige Angelegenheit bleiben. Vielmehr sei an eine mindestens fünfjährige Laufzeit gedacht. Das unterscheidet das Projekt von vielen ähnlich klingenden Projekten. Dafür werden auch noch nach wie vor Paten gesucht, die sich finanziell an dem Insekten-Projekt mit Blühwiese, Versuchsfeld, Lehrpfad und Bienenkörben beteiligen wollen. Nähere Informationen, wie man mitmachen kann, gibt es auf dem Hof Osterloh unter Telefon (04222) 4000600 oder bei Facebook unter dem Stichwort Bienenglück. Infos, über welchen Zahlungsweg man Pate werden kann, gibt es auch per Mail an bienenglueck@hof-osterloh.de. 

Selbst auf drei Hektar aufgestockt

Aktueller Stand: Für rund zwei von vier Hektar sind laut Osterloh bereits Patenschaften vergeben. "Weil wir aber von ,Bienenglück' überzeugt sind, stocken wir auf drei Hektar auf", erläuterte der Landwirt. Das heißt: Das Projektteam finanziere den einen Hektar selbst – und ist damit quasi selbst Pate.



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