Bildung im Landkreis Oldenburg Bautechniker lernen in Wildeshausen in nagelneuen Räumen

Beste Lehr- und Lernbedingungen in Theorie und Praxis: Die Bauingenieure Frank Görke (links) und Axel Möhl (rechts) beim Werkstattrundgang mit dem Kreistagsvorsitzenden Hartmut Post (2.von links) und dem Schulausschussvorsitzenden Bernd Bischoff. Foto: Reiner HaaseBeste Lehr- und Lernbedingungen in Theorie und Praxis: Die Bauingenieure Frank Görke (links) und Axel Möhl (rechts) beim Werkstattrundgang mit dem Kreistagsvorsitzenden Hartmut Post (2.von links) und dem Schulausschussvorsitzenden Bernd Bischoff. Foto: Reiner Haase
Reiner Haase

Wildeshausen. Der Landkreis Oldenburg hat 2,8 Millionen Euro in den Bau eines neuen Trakts für die Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen gesteckt. Theorie und Praxis der Bautechniker-Ausbildung werden hier zusammengebracht.

Die Sanierung der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen ist einen großen Schritt vorangekommen. Ein neuer Trakt für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in bautechnischen Berufen ist im März bezogen und am Montag feierlich eingeweiht worden. "Wir haben die Theorie und Praxis der Bautechnik zusammengebracht", freut sich Tanja Schlotmann, die kommissarische BBS-Leiterin.

Platz für acht Klassen

"Ausbildung ist ein Zukunftsfaktor", betonte Landrat Carsten Harings in der Feierstunde. Er nennt den Neubau "funktional, zeitgemäß und modern" und gleichzeitig "ökologisch, langlebig und wirtschaftlich". Auf drei Ebenen sind im Neubau an der Deekenstraße gegenüber der Widukindhalle, der im Schul-und Verwaltungsjargon  F-Trakt genannt wird, 1280 Quadratmeter Nutzfläche für acht Klassen- und Nebenräume einschließlich einer Cafeteria entstanden. Der Landrat wies auf die Barrierefreiheit hin, für die auch ein Fahrstuhl eingebaut ist.

Baukosten gestiegen

Landrat Harings erinnerte daran, dass anfangs Baukosten von 2,5 Millionen Euro veranschlagt wurden. Unterm Strich sind 2,8 Millionen Euro herausgekommen. Die Mehrausgabe sei angesichts der Preissteigerungen im Baugewerbe vertretbar. "Jeder Cent, der in Bildung investiert wird, ist gut angelegt", assistierte der Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Ideen aus eigenem Haus

BBS-Abteilungsleiter Axel Möhl wies besonders auf die Photovoltaikanlage auf dem Dach und die Wärmerückgewinnung aus der Heizungs- und Lüftungsanlage hin. Die Gäste der Einweihungsfeier äußerten sich beeindruckt von der Helligkeit und Freundlichkeit der Raumgestaltung. "Unser Bauingenieur Axel Möhl hat mit dem Bauingenieur Frank Görke und der Architektin Antje Kühling einen richtig guten Entwurf hingekriegt", stellte BBS-Leiterin Schlotmann fest. Sie ergänzte, dass andere BBS-Bereiche Ideen zur Gestaltung beigetragen haben.

Moderne Werkstatt

Parallel zu diesem Neubau sind die dahinter liegenden Werkstatträume saniert und mit moderner Technik der Holzbearbeitung ausgestattet worden. "Wir haben Wände weggenommen und Wände hinzugestellt", berichtete Abteilungsleiter Möhl bei einem Rundgang mit dem Kreistagsvorsitzenden Hartmut Post und dem Schulausschussvorsitzenden Bernd Bischoff. Eine große Halle, jetzt bestückt mit modernen Maschinen für die Holzbearbeitung, habe eine Betonsohle erhalten. Für Steinsetzarbeiten, die bisher unter Dach geübt wurden, ist eine Fläche vor der Halle mit Sand verfüllt worden. "Steinsetzen ist auch im Alltag Arbeit unter freiem Himmel", so Möhl. Das passt zu einer Aussage des Landrats: "Wir fördern Ausbildung hart an der Realität und direkt für die Betriebe."

BBS-Sanierung bis 2022

Der gesamte Sanierungsbedarf  für die BBS ist 2014 auf elf Millionen Euro taxiert worden. Aktuell wird der E-Trakt saniert; hier wird künftig die Abteilung Elektrotechnik untergebracht. In weiteren Abschnitten werden das A-Trakt genannte Hauptgebäude an der Feldstraße, die Mensa und die Widukind-Halle auf Vordermann gebracht. Wenn alles nach Plan weitergeht, sind die Berufsbildenden Schulen 2022 in Gänze auf die Höhe der Zeit gebracht.


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