Julia Klein stellt sich vor Bewerberin auf Pfarrstelle in Stenum kommt gut an

Pastorin Julia Klein (links) hat im Timotheus-Haus ihren Vorstellungsgottesdienst geleitet. Sie könnte ab Herbst die länger vakante Pfarrstelle in Stenum besetzen, so die Prognose der Ganderkeseer Pastorin Susanne Bruns (rechts). Foto: Dirk HammPastorin Julia Klein (links) hat im Timotheus-Haus ihren Vorstellungsgottesdienst geleitet. Sie könnte ab Herbst die länger vakante Pfarrstelle in Stenum besetzen, so die Prognose der Ganderkeseer Pastorin Susanne Bruns (rechts). Foto: Dirk Hamm

Stenum. Die evangelisch-lutherischen Gläubigen aus dem Pfarrbezirk Stenum haben einen ersten Eindruck von ihrer voraussichtlich neuen Pastorin gewonnen. Julia Klein, die sich auf die vakante Pfarrstelle beworben hatte, hat am Sonntagvormittag im Timotheus-Haus am Trendelbuscher Weg ihren Vorstellungsgottesdienst geleitet.

Entsprechend groß war das Interesse der Gemeindemitglieder. Zwar sind die Gottesdienste im Timotheus-Haus laut der geschäftsführenden Pastorin der Kirchengemeinde Ganderkesee, Susanne Bruns, immer gut besucht. Am Sonntag jedoch zog es besonders viele Menschen zum Stenumer Gemeindehaus. Um genügend Stühle unterzubringen, musste der sonst abgetrennte Sitzungsraum mit einbezogen werden. Dass die Kirchgänger von dort die Tafel mit den Liednummern nicht einsehen konnten, war die einzige „Panne“ eines ansonsten gelungenen Vorstellungsgottesdienstes.

Freundliche Reaktionen der Gemeindemitglieder

„Das Feedback war nett“, sagte Julia Klein hinterher, nachdem sie viele Hände am Ausgang geschüttelt hatte. Eine Reaktion der Gemeindemitglieder auf die designierte Pfarrerin, die durchaus Aussagekraft habe, wie Bruns erklärte: „Die Leute sind hier sehr ehrlich, sagen offen, wenn ihnen etwas am Gottesdienst nicht gefällt.“

Entscheidung wird in Oldenburg getroffen

Somit sind die Aussichten sehr gut, dass beim weiteren Verfahren bis zur Ernennung als Pfarrerin des 1. Bezirks in der Kirchengemeinde Ganderkesee alles glattgeht. Die Entscheidung in dieser Personalfrage obliegt dem Gemeinsamen Kirchenausschuss in Oldenburg. Auch die Gläubigen vor Ort haben ein Mitspracherecht, zumindest in Gestalt eines negativen Votums. Am Montag, 6. Mai, wird sich Julia Klein dem Gemeindekirchenrat vorstellen, der im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus am Friedensweg in Bookholzberg tagt. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 20 Uhr.

Einsprüche bis 28. April möglich

Nach der Kirchenordnung haben ab dem heutigen Tag bis zum Fristende am 28. April auch alle wahlberechtigten Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Ganderkesee die Möglichkeit, gegen die Besetzung der Pfarrstelle beim Gemeinsamen Kirchenausschuss Einspruch einzulegen. Innerhalb von weiteren 14 Tagen muss dieser begründet werden.

Klein einzige Bewerberin auf die Pfarrstelle

Das ist jedoch eine Formalie, die nicht zum Tragen kommen dürfte. In Stenum stehen nach dem ersten Eindruck von der 34-jährigen Bewerberin – laut Bruns ist sie die einzige Bewerberin auf die Stenumer Pfarrstelle – die Zeichen auf ein Ende der gut anderthalb Jahre anhaltenden Vakanz. Ein genaues Datum, wann Julia Klein die Stelle antreten würde, kann Susanne Bruns noch nicht nennen. Auch diese Entscheidung liegt beim Gemeinsamen Kirchenausschuss.

„Ich rechne mit Herbst“, wagte die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates eine vorsichtige Prognose.

Vor drei Jahren nach Oldenburg gezogen

Julia Klein kommt aus der Badischen Landeskirche. Die Mutter dreier Kinder im Alter von einem bis acht Jahren hat in mehreren Gemeinden des Kirchenbezirks Südliche Kurpfalz in der Nähe von Heidelberg ihren Probedienst als Pfarrerin absolviert. Vor drei Jahren ist sie mit ihrem Mann, einem Physiker, nach Oldenburg gezogen. In Stenum würde sie als Nachfolgerin von Pastor Eckhard Dreyer ihre erste eigene Pfarrstelle antreten.

Warten auf grünes Licht für Bau des neuen Pfarrhauses

Eine weitere Veränderung, die rund um das Timotheus-Haus ansteht, ist der geplante Bau eines Pfarrhauses direkt neben dem Gemeindezentrum. Auch in dieser Angelegenheit ist Geduld gefragt. Denn die Pläne liegen laut Pastorin Bruns schon seit zwei Jahren fertig in der Schublade – was jetzt noch fehlt, ist grünes Licht von höherer Stelle: „Wir warten auf die Genehmigung des Oberkirchenrates. Wir könnten sofort mit dem Bau beginnen.“


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