Konzertierte Aktion gestartet Treppenhaus des Huder Bahnhofs soll attraktiver werden

Die Scheiben sind bereits entfernt: Es tut sich was am Tunnel zum Bahnhof Hude. Foto: Melanie HohmannDie Scheiben sind bereits entfernt: Es tut sich was am Tunnel zum Bahnhof Hude. Foto: Melanie Hohmann

Hude. Die Gemeinde Hude hat jetzt auf Schmierereien und Vandalismus auf dem Huder Bahnhof reagiert. Das Treppenhaus soll schöner werden.

Vielen Bürgern ist er schon seit Jahren ein Dorn im Auge gewesen, zahlreichen Fahrgästen auch und der Politik sowieso: Jetzt hat die Huder Verwaltungsspitze endlich reagiert und etwas gegen den unattraktiven Anblick des Bahnhofs vor allem auf der Südseite, von der Hohen Straße kommend, und im Tunnel getan. "Alles, was schäbig war, wurde oder wird noch entfernt", sagt Olaf Hespe, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Holger Lebedinzew, der von einer "konzertierten Aktion" gemeinsam mit dem Zweckverband Kommunalservice spricht und quasi zum Frühjahrsputz aufgerufen hatte.

Zerstörte Scheiben

"Die Schmierereien und die Graffitis im Tunnel sowie die matt gewordenen und zum Teil zerstörten Plexiglasscheiben haben uns schon lange gestört", erläutert Hespe. Einige der kaputten Scheiben sind dann durch Holzplatten ersetzt worden. Außerdem gab es überall verschiedene Aufkleber, sodass sich über die Jahre ein vollkommen unansehnliches Bild ergab. 

Aktion soll vor Sommerferien abgeschlossen sein

Die Aktion, für die die Verwaltung laut Hespe bislang rund 10.000 Euro in die Hand genommen hat, ist allerdings noch nicht zu Ende. Der Maler soll noch kommen. Papierkörbe müssen noch her und Lampen erneuert werden. Es sei geplant, noch ein Treppengeländer nach Maß anzufertigen. Und es müsse noch beraten werden, ob die ausgebauten Scheiben einfach ersetzt oder andere Materialien genutzt werden sollen. "Spätestens bis zu den Sommerferien soll aber alles fertig sein", hofft der Vertreter des Bürgermeisters. 

Noch keine komplette Sanierung

Die optischen Verschönerungen seien allerdings nicht der Beginn, den kompletten Südbereich neu zu gestalten, erklärt Hespe. Es gebe nach wie vor noch keine abschließende Lösung. Über Ansätze und Ideen sei man in Hude bislang nicht hinausgekommen. Nach wie vor gibt es in dem Bereich unter anderem eine zu steile Rampe, sodass der Bahnhofszugang dort nicht barrierefrei ist.

Argument für "Wunderline"?

Ein komplett ansehnlicher und attraktiver Bahnhof könnte allerdings ein gutes Argument für die Planer der "Wunderline" von Bremen nach Groningen sein, die Züge dieser geplanten schnellen Verbindung auch in Hude halten zu lassen. Das weiß auch Hespe: Anschlussmobilität und Bahnhofsumfeld müssten nämlich stimmen.

Haltepunkt noch nicht sicher

Zum Stand jetzt: Derzeit ist der Haltepunkt Hude zwar auf der Streckenführung noch gesetzt. Ganz sicher ist das aber nicht. "Wir halten aber die Huder Fahne hoch – auch wegen der Verbindung von und nach Nordenham", sagt Hespe.

 


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