Aktion "Saubere Landschaft" Ganderkeseer Müllsammler trotzen dem schlechten Wetter

Die Helfer hatten bei der Müllsammelaktion des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege jede Menge Müll einzusammeln. Foto: Christopher BredowDie Helfer hatten bei der Müllsammelaktion des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege jede Menge Müll einzusammeln. Foto: Christopher Bredow

Ganderkesee. Zahlreiche große und kleine Helfer haben in und um Ganderkesee erneut für eine saubere Landschaft gesorgt. Ärgern mussten sie sich vor allem über den Müll an Hauptverkehrsstraßen.

Dem kalten und regnerischen Wetter zum Trotz haben sich am Samstag drei Orts- und Heimatvereine aus der Gemeinde wieder auf den Weg gemacht, um Straßen und Wege von Müll zu befreien. Die schlechten Bedingungen sorgten aber nicht für geringere Beteiligung.

Müllmengen sind in Bergedorf weniger geworden

In Bergedorf trafen sich am Samstagmorgen rund 30 Menschen, um dann in vier kleinen Gruppen vorher eingeteilte Routen abzufahren: "Bei uns läuft das über die Dorfgemeinschaft, wir haben kein Mangel an Leuten", sagte Johannes Friedhard als Vorsitzender des Dorfausschusses. Hinter der Müllsammelaktion stehe auch nicht nur der Umwelt-, sondern vor allem der Gemeinschaftsgedanke: "Die Müllmengen sind bei uns deutlich weniger geworden. Für uns ist das einfach ein schönes Zusammenkommen und wir wollen auch die junge Generation für das Thema sensibilisieren", erklärte Friedhard.

Sammelten den Müll in Bergedorf ein (von links): Holger Ahlers, Manfred Baum, Jürgen Struthoff, Rainer Drücker und Lars Dußler. Foto: Christopher Bredow

Mehr Müll beim Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege

Über etwas mehr Müll als gewöhnlich wunderten sich hingegen die Helfer des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege. Die Müllsammler machten den großen Container fast voll. "Wir haben vor allem viele Verpackungen, Kaffeebecher und Flaschen gefunden", erklärte der Vorsitzende Enno Vosteen. (Lesen Sie hier: Ganderkesee wird gemeinsam aufgeräumt.)

Das sind die nächsten Aufräumtermine

Alle Aufräumaktionen finden an Samstagen statt. Weitere Informationen, etwa bezüglich Verpflegung und Ausrüstung, gibt es unter den angegebenen Telefonnummern.

  • Orts- und Heimatverein Bookholzberg-Grüppenbühren: 23. März, 10 Uhr, auf dem Kirchplatz Bookholzberg, Telefon (04223) 8219
  • Ortsverein Falkenburg-Habbrügge: 23. März, 14 Uhr auf dem Dorfplatz Falkenburg, Telefon (04222) 931193 
  • Orts- und Heimatverein Bürstel-Immer: 30. März, 9.30 Uhr, auf dem Dorfplatz Immer, Telefon (04222) 3608
  • Orts- und Heimatverein Schiebrok-Stenum: 30. März, 9.30 Uhr, beim ehemaligen Gästehaus Lüschen 
  • Orts- und Verkehrsverein Schönemoor: 30. März, 9 Uhr, verschiedene Treffpunkte, nachzufragen unter Telefon (04223) 8728
  • Ortsverein Hoykenkamp: 30. März, 10 Uhr, bei der Gaststätte Menkens, Telefon (04221) 51731
  • Fuhrenkamp Schutzverein: 30. März, 13 Uhr, an der Reithalle Ganderkesee
  • Ortsverein Rethorn: 30. März, 9.30 Uhr, bei der Aussichtsplattform am Rethorner See, Telefon (04223) 8782
  • Orts- und Heimatverein Ganderkesee: 6. April, 9 Uhr, am Alten Rathaus, Telefon (04222) 1538
  • Dorfgemeinschaft Bookhorn: 13. April, 9.30 Uhr, an der Alten Schule Bookhorn, Telefon (04222) 5294 

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Abfall sei vor allem an viel befahrenen Hauptverkehrsstraßen zu finden gewesen: "Die Leute schmeißen ihren Müll dort einfach aus dem Auto." Gefunden wurden auch mehrere Nummernschilder sowie ein Portemonnaie, dessen Besitzer möglicherweise noch ausfindig gemacht werden kann. Grundsätzlich freute sich Vosteen trotz des Regens aber über die gute Resonanz auf die Aktion: "Bei uns waren es etwa 50 Helfer – das ist fast mehr, als bei gutem Wetter."

Viel Müll von den Kohlfahrten übrig geblieben

Ebenfalls über mehr Abfall als sonst ärgerte sich der Bürgerverein Hohenböken. "An den Bundesstraßen lag viel Müll von den Kohlfahrten in den Gräben", sagte der Vereinsvorsitzende Hans-Joachim Wallenhorst: "Da, wo es sich anbietet, wird illegal Müll weggeworfen." Auch hier seien es vor allem Verpackungen und Flaschen gewesen, die am Straßenrand entsorgt wurden. Die knapp 30 Helfer fanden aber auch große Mengen an weggeworfenem Kunstrasen, mehrere Säcke voll mit Blumenübertöpfen sowie vier Autoreifen mit Felgen, die einfach in der Landschaft entsorgt wurden.

Auch die Helfer des Bürgervereins Hohenböken hatten jede Menge Müll einzusammeln. Foto: Christopher Bredow

Für die völlig durchnässten und erschöpften Helferinnen und Helfer gab es nach getaner Arbeit immerhin noch eine Stärkung in Form von warmen Getränken und Suppen in ihren jeweiligen Orts- und Heimatvereinen. Die Aufräumaktion "Saubere Landschaft" soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.


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