Wohnbau in Ganderkesee Angst vor „Land unter“ im Baugebiet Falkenburg

Neubauten markieren den Südrand des Wohnorts Falkenburg. Im Anschluss ist ein weiteres Wohngebiet geplant. Foto: Reiner HaaseNeubauten markieren den Südrand des Wohnorts Falkenburg. Im Anschluss ist ein weiteres Wohngebiet geplant. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. In Falkenburg sollen zwei weitere Hektar Bauland geschaffen werden. Die Planung des neuen Feuerwehrhauses in Bookholzberg soll nun vereinfacht werden und zügig vorankommen.

Hat die Gemeinde Ganderkesee das Neubaugebiet Am Lindenhoff in Falkenburg in zu feuchtes Gebiet hineingeplant? Diese Frage hat eine Anwohnerin am Donnerstagabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung aufgeworfen. Sie berichtete von Wasserlachen im frisch angelegten Garten. Das Problem teile sie mit den neuen Nachbarn. Sie sagte voraus, dass das Problem sich verschärft, wenn südlich Am Lindenhoff noch ein Baugebiet entsteht und noch mehr Flächen versiegelt werden.

Konzept für Entwässerung

Peter Meyer, der Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, wiegelte ab. Für die zusätzlichen Baugrundstücke werde es ein Entwässerungskonzept geben. „Wenn ein Problem entsteht, wird es im Rahmen der Planung gelöst“, kündigte er an.

Geförderter Wohnbau möglich

Der Fachausschuss sprach sich bei einer Nein-Stimme des Grünen Michael Sorg dafür aus, östlich der Orthstraße im Anschluss ans ausverkaufte Neubaugebiet Am Lindenhoff noch einmal gut zwei Hektar Bauland zu schaffen. „Die jungen Leute im Ort müssen ihren Platz finden können“, sagte Ratsherr Rolf Oetken zur Begründung des SPD-Antrags. Die SPD fordert für dieses Neubaugebiet einen signifikanten Anteil sozial geförderter Wohnungen. Auf Nachfrage Wilfried Samtlebens (Freie Wähler) stellte Gemeindeentwicklungschef Meyer klar, dass das im weiteren Verlauf der Arbeit am Bebauungsplan geklärt werden müsse. Er nannte vier Sozialbau- und einige weitere Mietwohnungen als mögliches Ergebnis.

Nächster Schritt zum Feuerwehrhaus

Zugunsten der Feuerwehr Bookholzberg steckt die Gemeinde das Vorhaben in die Schublade, für das ganze Gebiet zwischen den Wohnhäusern am Wellenhofsweg und dem Gewerbe- und Industriegebiet An der Bahn einen neuen Bebauungsplan auszuarbeiten. Mit ihm war beabsichtigt, das Nebeneinander von Wohnen, Feuerwehr und Gewerbe nördlich der Bahn verträglich zu regeln.

Zweite Zufahrt im Plan

„Wir reduzieren die Flächen auf den Bereich für die Feuerwehr, um den Neubau schnell realisieren zu können“, berichtete Franziska Lüders vom Büro Plankontor Oldenburg. Sie zeigte auf, dass planungsrechtlich ein schnelles Verfahren möglich ist. Das neue Feuerwehrhaus soll zwei Zufahrten bekommen, eine von der Straße An der Bahn aus und eine über den Wellenhofsweg. Das ist ein dringender Wunsch der Feuerwehr. So kann vermieden werden, dass sich ausrückende Feuerwehrfahrzeuge und die Autos nachrückender Notfallhelfer in die Quere kommen.


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