50.000 Euro von Wildeshauser Firma Zugewanderte Arbeiter sollen besser integriert werden

Von Biljana Neloska

Ein Großteil der zugewanderten Arbeiter aus Bulgarien sind in Wildeshausen in der Fleischindustrie beschäftigt. Symbolfoto: Bodo Marks/dpa-tmnEin Großteil der zugewanderten Arbeiter aus Bulgarien sind in Wildeshausen in der Fleischindustrie beschäftigt. Symbolfoto: Bodo Marks/dpa-tmn

Landkreis Oldenburg/Wildeshausen. Zugewanderte Arbeiter aus Osteuropa sollen im Landkreis besser integriert werden. Eine Wildeshauser Firma will dazu einen Beitrag leisten.

Zugewanderte Arbeiter aus Osteuropa sollen im Landkreis besser integriert werden, teilt die Stadtverwaltung Wildeshausen mit. Die Firma Geestland wolle das mit 50 000 Euro unterstützen. Die Zuwanderung von Menschen aus Osteuropa, insbesondere aus Bulgarien, habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. 

Laut Verwaltung stammten 2010 von 19 000 Einwohner gut 250 aus Bulgarien. Heute sind von 20 000 Einwohnern rund 1400 bulgarische Staatsangehörige. Ein Großteil der Menschen sei in der Fleischindustrie beschäftigt, so auch bei der Firma Geestland Putenspezialitäten. 

Fachkräftemangel im Landkreis

 Aber auch andere mittelständische Firmen in Wildeshausen hätten aufgrund des Arbeitskräftemangels zahlreiche Migranten beschäftigt. Wie die Verwaltung jetzt berichtet, hat sich Geestland bereit erklärt, die Integrationsarbeit zu unterstützen. „Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und wollen einen Beitrag leisten“, betont Norbert Deeken, Geschäftsführer der Firma. Dieser habe der Stadt einen Betrag in Höhe von 50 000 Euro zugesichert.  

Integrationslast mindern

Dieses Geld soll genutzt werden, um die Integrationslast der Stadt zu mindern und das Erlernen der Sprache zu fördern. Beispielsweise soll der Holbeinschule eine pädagogische Begleitung der bulgarischen Kinder während des Unterrichts finanziert werden, um in problematischen Situationen zeitnah Klärungsgespräche mit den Schülern und deren Eltern führen zu können. Für die Wallschule ist eine Hausaufgabenbetreuung für bulgarische Kinder geplant. Weitere Details zur Integrationsarbeit will die Verwaltung  in der Ausschusssitzung für Ordnung, Soziales und Familie am Mittwoch, 20. Februar, ab 18.15 Uhr, vorstellen.


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