Kostspieliges Ganderkesee Preis für Bauland im Landkreis Oldenburg wird drastisch teurer

Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wurden 2018 zwar seltener im Landkreis verkauft, sind aber dennoch teurer geworden. Archivfoto: Thorsten KonkelWohnungen in Mehrfamilienhäusern wurden 2018 zwar seltener im Landkreis verkauft, sind aber dennoch teurer geworden. Archivfoto: Thorsten Konkel

Ganderkesee / Landkreis Oldenburg Im Landkreis Oldenburg ist der Preis für Bauland deutlich teurer geworden. Das hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte (GAG) Oldenburg-Cloppenburg am Mittwoch mitgeteilt.

Nach Angaben des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAG) Oldenburg-Cloppenburg ist der mittlere Preis für einen Bauplatz auf knapp mehr als 100.000 Euro gestiegen. Das ist eine Erhöhung um 50 Prozent. Diese extreme Teuerung erklärt der GAG insbesondere mit Verkäufen von Bauplätzen in besonderen Lagen. Auch beim Häuser- und Wohnungskauf zogen die Preise im zweistelligen Bereich an.

Starke Nachfrage nach Bauland wirkt sich auf Preis aus

Die Nachfrage nach Bauplätzen ist im Landkreis ungebrochen stark. 263 Baugrundstücke wurden 2018 im Landkreis verkauft. Das ist ein Anstieg von 13 Prozent, geht aus den Angaben hervor. Diese Nachfrage hat auch eine Folge für den Preis: Durchschnittlich war das Baugrundstück 2018 775 Quadratmeter groß, wofür 130 Euro pro Quadratmeter bezahlt worden sind. Ein Jahr zuvor war der Bauplatz noch 850 Quadratmeter groß – und kostete 79 Euro pro Quadratmeter. Kleiner und deutlich teurer ist das Angebot also auf dem Baulandmarkt geworden. Seit 2010 hat sich der Preis für Bauland im Landkreis den GAG-Angaben zufolge um 56 Prozent verteuert.

Teures Ganderkesee, günstiges Hude

Als besonders teuer sticht die Gemeinde Ganderkesee hervor: 123.200 Euro kostete ein Bauplatz im Schnitt. Das ist Spitze im Landkreis. In der Gantergemeinde sind auch die meisten Grundstücke (67) verkauft worden. Nach Ganderkesee folgen Wardenburg (114.100 Euro pro Grundstück) und Hatten (98.400 Euro). Am günstigsten ist es Großenkneten (56.000 Euro). Einen Preisverfall hat hingegen Hude erlebt: Ein durchschnittlicher Bauplatz kostete 2018 81.000 statt fast 140.000 Euro im Jahr 2017. Christine Stubbemann aus der Wildeshauser Geschäftsstelle des GAG wollte dem aber keine große Bedeutung beimessen, da in Hude 2018 nur wenige Bauplätze verkauft worden seien.

Kräftige Teuerung bei Immobilien

Im Landkreis zogen auch die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser deutlich an. 240.000 Euro kosteten sie im Schnitt im vergangenen Jahr, eine Steigerung von satten 13 Prozent. Nur der Landkreis Vechta (255.000) und die Stadt Oldenburg (300.000) sind in der Regionteurer. Auf diesem Niveau bewegt sich der Preisanstieg auch bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften: 198.000 kostete 2018 ein solches Objekt im Schnitt. Das ist ein Platz im Mittelfeld in der Region.

Kräftige Teuerungen gab es im Übrigen auch bei verkauften Wohnungen: Zwar wurden mit 341 (-49) deutlich weniger verkauft als 2017, dennoch lag der Preisanstieg mit 2650 Euro pro Quadratmeter bei Neubauten und 1500 Euro bei Bestandsbauten jeweils mit 13 Prozent über dem Vorjahreswert.


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