Gemeindeentwicklung in Ganderkesee Politik debattiert erneut über Bauen „Westlich Zum Altengraben“

Strittiges Thema auf der Tagesordnung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung: Die Politik soll über das geplante Baugebiet „Schönemoor – westlich Zum Altengraben“ entscheiden. Archivfoto: Thomas DeekenStrittiges Thema auf der Tagesordnung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung: Die Politik soll über das geplante Baugebiet „Schönemoor – westlich Zum Altengraben“ entscheiden. Archivfoto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Das bislang heftig diskutierte Baulandthema „Schönemoor – westlich Zum Altengraben“ steht erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung in Ganderkesee.

Eigentlich hätte schon bei der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres eine Entscheidung fallen sollen. Doch dann ist das strittige Thema Bauen in „Schönemoor – westlich Zum Altengraben“ doch noch kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt worden, weil es noch Änderungen und Anregungen gab, die es zu prüfen galt. Vom Tisch war das Baugebiet damit allerdings nicht. Denn nach der erneuten öffentlichen Auslegung des geänderten Entwurfs des Bebauungsplans steht das vorgesehene Gebiet wieder auf dem Programm des Ausschusses für Gemeindeentwicklung. Getagt wird am Donnerstag, 31. Januar, ab 18 Uhr im Rathaus.

SPD und CDU bisher für Ja

Ähnlich wie der Baumschutz spaltet dieses Bauthema die Fraktionen in zwei annähernd gleich große Lager. Zuletzt hatten SPD und CDU in der Novembersitzung des Ausschusses trotz zahlreicher Proteste von Anwohnern und gegen die Stimmen von Grünen, FDP, Freien Wählern und UWG Ja zum Baugebiet gesagt. Dass Dr. Volker Schulz-Berendt, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen, nach wie vor gegen das dortige Baugebiet ist, zeigt eine detaillierte Stellungnahme, die er kurz vor der kommenden Ausschusssitzung abgegeben hat. Sein Fazit: In dem geplanten Baugebiet sei durch die räumliche Nähe des landwirtschaftlichen Betriebs von Bernfried Lüdeke zur geplanten Wohnbebauung vorhersehbar, dass die von diesem Betrieb ausgehenden Immissionen durch „Geruchsstoffe, Bioaerosole, Stäube und Lärm bei den Anwohnern zu Belästigungen, Beeinträchtigungen, Störungen des physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens, Minderung der örtlichen Lebensqualität und/oder zu körperlichen Symptomen und Ängsten führen werden“. Nachbarlicher Ärger und Beschwerden seien vorhersehbar.

Marion Daniel spricht vom „falschen Platz“

Letzter Stand seitens der beiden großen Fraktionen: „Wir befinden uns auf rechtlichen Wegen“, so SPD-Ratsherr Heinz-Peter Häger. Und CDU-Fraktionschef Ralf Wessel betonte: „Wir können maßvoll eine Bebauung zulassen.“ Dagegen sprach beispielsweise Marion Daniel, Fraktionsvorsitzende der FDP, vom „falschen Platz für ein Baugebiet“.

Weitere Ausschussthemen

Weitere Themen im Ausschuss: Änderung im Bebauungsplan Bargup in Bookholzberg, damit dort eine Reihenhausanlage entstehen kann, Bauland in Elmeloh nördlich der Elmeloher Straße und westlich Am Holz und das von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Baugebiet in Heide nördlich Schulweg und östlich Heuweg. Darüber hinaus geht es um den Bebauungsplan 96 mit der Cranach-, Mackensen- und Overbeckstraße. Dort wollen einige Grundstücksbesitzer ihr Grundstück teilen, sodass dort noch weitere Häuser gebaut werden können. Darüber müssen aber die Politiker entscheiden. Außerdem geht es um einen Änderungswunsch für den Bebauungsplan Auf dem Kornkamp in Hoykenkamp. Dort möchte der Eigentümer auf der als Spielplatz ausgewiesenen Fläche ein Wohnhaus bauen. Dort ist laut Verwaltung bisher auch nie ein Spielplatz angelegt worden.


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