Ganderkesee persönlich Warum die Kamera immer einsatzbereit sein muss

Von Biljana Neloska

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Hobbyfilmer Bernd Vieregge in Aktion. Foto: Biljana NeloskaHobbyfilmer Bernd Vieregge in Aktion. Foto: Biljana Neloska

Ganderkesee. Hobbyfilmer Bernd Vieregge dreht seit rund 50 Jahren Filme. Nach mehr als 450 fertiggestellten Streifen erklärt der Ganderkeseer, warum er ebenso gerne Windräderbau wie auch das Streicheln eines Eichhörnchens dokumentiert.

Bernd Vieregge lebt seit mehr als 40 Jahren in Ganderkesee – noch länger dreht er Filme. „Über 450 gibt es mittlerweile. Angefangen hat alles 1973 mit der Geburt unserer großen Tochter“, sagt Bernd Vieregge.

Er hat schon als Jugendlicher ein großes Interesse am Filmen gehabt, aber damals sei es viel zu teuer gewesen, selbst Filme zu drehen. Später dann, Anfang der 1970er, hat er sich eine gebrauchte Kamera gekauft und gedacht: „Jetzt fängst Du an.“ Hat er. Das Ergebnis dieser Entscheidung: 138 Stunden Filmmaterial und ein Potpourri an Themen.

Wie wählt er Letztere aus? „Auf vieles komme ich durchs Zeitunglesen. Ich suche mir gerne aktuelle Themen aus, die von allgemeinem Interesse sind. Aber sie müssen natürlich auch mich interessieren, weil ich die Filme zuerst für mich mache, bevor ich sie anderen zeige“, sagt Vieregge. Manche Filme würden sich aber auch einfach so ergeben, wie „Das zahme Eichhörnchen“.

Flauschige Einbrecher

„Das war reiner Zufall. Meine Frau und ich sind gerade aus dem Urlaub zurück, kommen ins Haus und da liegen umgeworfene Gegenstände. Ich denke, was ist denn hier los? Einbrecher?“ Bei der weiteren Sichtung des Hauses konnten Barbara und Bernd Vieregge tatsächlich einen Einbrecher im Schlafzimmer stellen – einen winzigen und flauschigen: ein Eichhörnchen. „Es war so zahm, dass ich es in die Hand nehmen und streicheln konnte. Das musste einfach gefilmt werden“, so Vieregge.

Andere Filmprojekte bedürften einer längeren Planung wie die Aufnahmen zu „Repowering“, wo Vieregge den Bau von drei 200 Meter hohen Windrädern im Windpark Hengsterholz dokumentiert und auch das Innere eines der Windräder zeigt. „Ich bewundere die Windrad-Technik. Das ist erstaunlich. Es war immer ein großer Wunsch von mir, zu zeigen, wie so ein Windrad gebaut wird“, erklärt der Hobbyfilmer.

Von Ganderkesee nach Malaga

Auch räumlich unterscheiden sich seine Drehorte sehr. Es biete sich an, Filme über seine nähere Umgebung zu drehen. „Vor vielen Jahren hatte ich große Lust dazu, einen Film über Ganderkesee zu machen. Ich wollte gerne alles zeigen, was die Gemeinde ausmacht. Es ist natürlich nicht ganz einfach, alles reinzukriegen, aber ich habe mich bemüht, möglichst viel abzubilden“, so Vieregge.

Einen großen Sprung in den Süden machte der Ganderkeseer mit einem Film über Malaga. „Es ist so eine großartige Stadt und es gibt dort so unglaublich viel zu sehen“, betont er. Mit der Kamera festgehalten hat er dort unter anderem die historischen Stätten Malagas, wie den Palast Alcazaba, die Festung Gibralfaro oder das römische Theater Teatro Romano.

Vieregge hat auch schon viele Ideen für seine nächsten Projekte. Was er genau als nächstes umsetzen wird, ist noch nicht sicher, weil sich ja viele Themen zufällig ergeben. Was sicher ist: „Der Akku ist immer geladen, die Kamera ist immer einsatzbereit.“


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