Drei Außenplätze bis Ende September Tennissport lebt am Schlutterweg in Ganderkesee weiter

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Sie freuen sich, dass es auf der Tennisanlage am Schlutterweg in Ganderkesee vorerst bis Ende September weitergeht: Trainer Jan Lintelmann (links) und Georg Saghmeister. Foto: Thomas DeekenSie freuen sich, dass es auf der Tennisanlage am Schlutterweg in Ganderkesee vorerst bis Ende September weitergeht: Trainer Jan Lintelmann (links) und Georg Saghmeister. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Der Ganderkeseer Tennisverein hat sich zwar aufgelöst. Es wird aber weiterhin Tennis auf der Anlage am Schlutterweg gespielt.

Der Tennisverein ist tot, der Tennisport aber lebt weiter in Ganderkesee. Das hat Georg Saghmeister, Trainer und Organisator des Betriebs auf der Tennisanlage am Schlutterweg, gegenüber unserer Zeitung betont. Es war zwar schon frühzeitig bekannt, dass der Hallenbetrieb nach dem Ende des Pachtvertrags mit dem Ganderkeseer Tennisverein (GTV) und der Auflösung des Vereins bis Ende April dieses Jahres weiterlaufen würde. Jetzt aber kommt eine neue gute Nachricht für Tennisfreunde: „Es ist sicher, dass von Mai bis zum Ende der Sommersaison auch drei Außenplätze zur Verfügung stehen“, informiert Saghmeister. Die Familie Weyhausen als Verpächter habe die Plätze zunächst einmal bis Ende September zur Verfügung gestellt. „Vereinssport wird es dort allerdings in absehbarer Zeit nicht geben“, ist sich der 68-Jährige sicher, der zuvor hochklassig für den GTV spielte und nun für den Delmenhorster Tennis-Club antritt.

Auch Trainerstunden möglich

Willkommen sei jeder, der Lust auf Tennis habe. Man könne sich mit Freunden verabreden, um auf einem der Plätze zu spielen. Es werden laut Saghmeister aber auch Trainerstunden angeboten. Derzeit sei er selbst regelmäßig in der Halle mit dabei – und auch Jan Lintelmann und Patrick Jersch. Wie es dann während der Sommersaison aussieht, werde noch geklärt und rechtzeitig bekannt gegeben. Das gelte auch für Preise – für den Trainer, für eine Spielstunde und möglicherweise für ein Abo.

Infos für Interessierte direkt in der Halle

Derzeit ist die Halle die ganze Woche über von 7.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Wer sich informieren möchte, kann direkt in die Halle kommen und Saghmeister ansprechen. Sollte er nicht vor Ort sein, gibt es Infos und Telefonnummern am Schwarzen Brett.

Vier Wochen lang Ferienpassaktion

Eine weitere gute Nachricht gibt es dem 68-Jährigen zufolge bereits jetzt für alle Kinder, die im Sommer in den Tennissport hineinschnuppern wollen: Es sei schon gesichert, dass vier Wochen lang die Ferienpassaktion auf der Anlage am Schlutterweg angeboten werde. Darüber hinaus hofft Saghmeister auf einen Spielbetrieb über das Ende des Sommers hinaus.

Weyhausen: Tennis theoretisch weiter möglich

„Rein theoretisch ist es durchaus möglich, dass auch weiter Tennis gespielt wird. Es muss sich aber rechnen“, sagt Verpächter Carsten Weyhausen, der zum Jahresende 2018 nach Pachtrückständen einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit mit dem GTV gezogen hatte. Es gebe allerdings auch schon Verträge mit jemandem, der etwas auf dem rund zwei Hektar großen Gelände unternehmen möchte. Es fänden allerdings noch Gespräche statt, so Weyhausen auf Nachfrage. Details gebe es derzeit nicht.

Meyer: Tennis hat Bestandsschutz

„Tennis hat bis zum St. Nimmerleinstag Bestandsschutz“, erläutert Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Wohnbebauung, wie im vergangenen Jahr angefragt, sei dort allerdings nicht möglich. Das habe mit der 380-kV-Leitung von Ganderkesee bis St. Hülfe und dem Umspannwerk am Schlutterweg zu tun. Es könne kein rechtlich festgelegter 400-Meter-Abstand eingehalten werden. Bei einer Zustimmung für ein Wohngebiet würde die Gemeinde gegen Ziele der Raumordnung verstoßen, erklärt Meyer. Und das ist auch dem Eigentümer des Grundstücks bewusst.

Änderungen bei guten Vorschlägen möglich

„Wir müssen wissen, wo die Reise hingehen soll“, sagt der Fachbereichsleiter. Und das müsse Weyhausen oder beispielsweise ein Investor erklären. Dann gehe es darum, einen Bebauungsplan aufzustellen und ihn vom Rat absegnen zu lassen, um eine Nutzungsänderung zu erreichen. „Meine Einschätzung: Wenn gute Vorschläge gemacht werden, lässt sich auch was ändern“, meint Meyer.


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