Messerstecher droht Psychiatrie Messerstecherei in Ganderkeseer Flüchtlingsheim vor Gericht

Von Ole Rosenbohm

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Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein Prozess um einen Fall in einem Ganderkeseer Flüchtlingsheim begonnen. Symbolfoto: Britta Pedersen/dpaVor dem Landgericht Oldenburg hat ein Prozess um einen Fall in einem Ganderkeseer Flüchtlingsheim begonnen. Symbolfoto: Britta Pedersen/dpa

Ganderkesee/Oldenburg. Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein Prozess um einen Fall in einem Ganderkeseer Flüchtlingsheim begonnen. Dem 25-jährigen Beschuldigten droht in diesem Verfahren die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der Mann soll am 10. August vergangenen Jahres gegen 2.15 Uhr in der Küche der Unterkunft einen anderen Bewohner unvermittelt angegriffen und ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Schwerer noch wiegt eine zweite Tat am Mittag des selben Tages. Der Angeklagte soll laut Anklage in das Zimmer anderer eingedrungen sein und einem Bewohner fünf Stichverletzungen mit einem elf Zentimeter langen Messer zugefügt haben – vier am Arm, eine am Oberkörper.Zumindest letztere Verletzung wurde als lebensbedrohlich eingestuft. Ein dazwischen gehender Bewohner der Unterkunft soll den Vorfall beendet haben.

Öffentlichkeit ausgeschlossen

Nach der Verlesung der Anklage schloss das Gericht die Zuschauer auf Antrag der Verteidigung vom weiteren Verhandlungsgeschehen bis zur Urteilsverkündung aus. Im Prozess würden schützenswerte Belange des Angeklagten thematisiert, begründete der Richter.

Der Beschuldigte ist bereits – wenn auch vorläufig – im Psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. In dem Verfahren droht ihm jetzt eine dauerhafte Unterbringung nach Paragraf 63. Die Dauer ist vom Gesetz nicht begrenzt. Die Strafvollstreckungskammer soll laut Gesetz dann jährlich entscheiden, ob sich an der Gefährlichkeit des Beschuldigten etwas geändert hat. Für den Prozess hat die Strafkammer drei Verhandlungstage angesetzt.


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