Verkaufsoffener Sonntag Ganderkeseer wollen Rekord beim „Knutschen“ brechen

Von Biljana Neloska

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Die Werbegemeinschaft Ganter-Markt hofft, die 450-Baum-Marke beim Schredderfest am 6. Januar zu knacken. Archivfoto: Melanie HohmannDie Werbegemeinschaft Ganter-Markt hofft, die 450-Baum-Marke beim Schredderfest am 6. Januar zu knacken. Archivfoto: Melanie Hohmann

Ganderkesee. „Knutschen“ wie die Schweden, also ausgediente Weihnachtsbäume klein häckseln, das können auch Ganderkeseer am 6. Januar – inklusive Baumweitwurf, verkaufsoffenem Sonntag und Rabattaktionen.

Lästige Weihnachtsbaumentsorgung in ein Fest verwandeln – das plant die Werbegemeinschaft Ganter-Markt für Sonntag, 6. Januar, im Ganderkeseer Ortskern. „Nach Weihnachten stellt sich vielen die Frage: Wohin nun mit dem Baum? Mancherorts wird er kostenpflichtig abgeholt, man bringt ihn zur Kompostierung oder zerkleinert ihn für die braune Tonne. Wir haben die bessere Lösung“, sagt Ganter-Markt-Sprecher Timo Vetter.

Die sieht die Werbegemeinschaft im „Knutschen“. Wie beim schwedischen Brauch, bekannt aus der IKEA-Werbung, werden die Bäume entsorgt. Während die Schweden das am 13. Januar machen, dem St.-Knuts-Tag, ist die Gemeinde schon eine Woche eher auf Schredder-Mission. Am 6. Januar können Ganderkeseer dafür ihre komplett abgeschmückten Weihnachtsbäume ab 13 Uhr auf dem Marktplatz abgeben. Dort schreddert sie die Firma Galabau Volker Kreye. „Beim letzten Mal wurden rund 450 Bäume zerkleinert. Den Rekord gilt es zu toppen“, so Vetter.

Wer einen Baum abgibt, bekommt einen „Knutschein“

Begleitet wird das Schredderfest vom ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres und verschiedenen Aktionen und Rabatten. So gibt es beispielsweise für jeden abgegebenen Baum einen „Knutschein“. Dieser ist nur während des verkaufsoffenen Sonntags in der Zeit von 13 bis 18 Uhr in Ganderkesee gültig. Was es für den „Knutschein“ gibt, entscheidet das teilnehmende Geschäft: fester Wert, Rabatt oder Geschenk. Auch weitere Ersparnisse könnten möglich sein, teilt die Werbegemeinschaft mit und rät, auf die Aushänge in den Geschäften zu achten. Wer sich mit seinem nadelnden Baum nicht das Auto verschmutzen möchte, der darf auch nur die Spitze mitbringen. Den „Knutschein“ gibt’s dann trotzdem.

Kampfgeist, Weitwurf, Feuer

Bevor sich die Tannen dann schlussendlich in Holzhäcksel verwandeln, werden sie erst mal über den Marktplatz geschmissen – beim Weihnachtsbaumweitwurf der Jugendfeuerwehr. „Dabei ist Kampfgeist gefragt. Man wirft aber nicht den eigenen Baum. Es gibt je einen Baum für Männer, Frauen und Kinder“, so Vetter. Für die jeweils besten Werfer jeder Kategorie gibt es auch etwas zu gewinnen. Vor dem Wurf können sich die Teilnehmer mit einem Imbiss von Langner oder Getränken von Stanke stärken.

Ab 18 Uhr wird es dann auf dem Marktplatz heiß bei einer Feuer-Show der Bremer Aktionskünstler „Freies Feuer“. Die Rathausstraße bleibt während des Schredderfestes für den Verkehr geöffnet. Die Werbegemeinschaft bittet Autofahrer daher um besondere Rücksicht auf Fußgänger.


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