Gastronomie auf dem Land Nordenholzer Hof in Hude im Aufwind

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Botschafter des ländlichen Raums rund um Oldenburg in Berlin: (von links) Heiko Aschenbeck, Sara Michel, Michael Niebuhr, Inessa Anodina, Patrick Skrzetuszewski und Alexandra Ataew vertreten das Team des Nordenholzer Hofs auf der Messe Grüne Woche 2019. Foto: Reiner HaaseBotschafter des ländlichen Raums rund um Oldenburg in Berlin: (von links) Heiko Aschenbeck, Sara Michel, Michael Niebuhr, Inessa Anodina, Patrick Skrzetuszewski und Alexandra Ataew vertreten das Team des Nordenholzer Hofs auf der Messe Grüne Woche 2019. Foto: Reiner Haase

Nordenholz 15 Vollzeit- und 45 Teilzeitkräfte kümmern sich im Nordenholzer Hof ums Wohl der Gäste. Die nächste Etappe der Wiederbelebung der ländlichen Gaststätte ist die Einweihung eines Hotels.

Andernorts sterben Landgasthöfe. Auf dem Nordenholzer Hof in der Gemeinde Hude ist alles anders: Hochzeits- und Trauergesellschaften, Tagungs- und Tagesgäste geben sich die Klinke in die Hand. Vereine treffen sich hier, und Radtouristen stärken sich für die nächste Etappe. „Wir haben partnerschaftlich viel geschafft“, sagt Eigentümer Heiko Aschenbeck, und er meint mit „Wir“ nicht nur Michael Niebuhr, den Geschäftsführer der Gastronomie.

In Etappen gewachsen

„Von 0 auf 60“ könnte das jüngste Kapitel der bis 1878 zurückreichende Geschichte der Gaststätte mitten zwischen Feldern und Wiesen überschrieben werden. 2012 haben Aschenbeck und Niebuhr beschlossen, die Gastronomie, wiederzubeleben, in der ein paar Jahre zuvor die Lichter ausgegangen waren. Im Juli 2014 wurde in dem alten, von Tweelbäke nach Nordenholz verpflanzten Bauernhaus, das Aschenbeck eigentlich zu Wohnzwecken errichten lassen hat, die erste Hochzeit gefeiert, und fünf Monate später wurden in der alten Gaststätte die ersten Restaurantgäste bewirtet. 2016 kam die Scheune dazu, die auf einem Weinkeller im Untergrund steht. „Es ist besser gelaufen, als wir uns das denken konnten“, blickt Aschenbeck auf die wenigen Jahre zurück, in denen das Team von 0 auf 15 Vollzeit- und 45 Teilzeitkräfte angewachsen ist.

Hotel als Abrundung

Das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht. Handwerker gehen zurzeit im Neubau für ein Hotel ein und aus. „Damit werden wir komplett“, freut sich Sara Michel, die sich mit Inessa Anodina im Nordenholzer Hof ums Marketing und die Eventplanung kümmert. „Tagungs- und Gesellschaftsgäste können bei uns übernachten“, erklärt Michel.

Neues mit Altem verbunden

„Wir haben den Hotelneubau knapp vorm Winter dicht gekriegt“, stellt Investor Aschenbeck fest. Wenn es gelinge, die Handwerker für den Innenausbau jeweils termingerecht in den Neubau zu holen, könne das Hotel im Sommer 2019 eingeweiht werden. Er lässt, wie auch in allen anderen Gebäuden des Nordenholzer Hofs, alte Materialien und Bauteile verwenden, wo immer das möglich ist. Den Lehm zum Beispiel, mit dem er die Gästezimmer verputzen lässt, können nur Spezialisten verarbeiten, auf die vielleicht auch mal ein paar Tage gewartet werden muss.

Windmühle als Relief

Die Maurer jedenfalls haben am Neubau schon etwas Besonderes hinterlassen. Neben dem wiederverwendeten Hoftor als Eingang zum Hotel erscheint die Windmühle, die einst hier stand, als Relief im Mauerwerk.


Das Team des Nordenholzer Hofs bespielt am Dienstag, 22. Januar 2019, einen Tag lang einen großen Stand und eine Bühne auf der Messe „Grüne Woche“ in Berlin. „Das Land für regionale Landentwicklung hat uns als Botschafter des Oldenburger Lands ausgewählt“, berichtet Eigentümer Heiko Aschenbeck. Die Geschichte bis zur Wiederbelebung der Gastronomie wird mit Bildern und Gegenständen dargestellt. In einer Koch-Show wird ein Zander-Gericht zum Probieren zubereitet. Das Giveaway ist eine Fotobox mit handgemachtem Praliné.

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