Wohnpark am Fuchsberg Zu wenig Pfleger für Demente in Ganderkesee

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Klara Köhler, ihre Enkelinnen Kora-Lynn und Lina Köhler, Elsbeth Engelbart und Ilse Köster stoßen mit Glühwein an. Foto: Marie BusseKlara Köhler, ihre Enkelinnen Kora-Lynn und Lina Köhler, Elsbeth Engelbart und Ilse Köster stoßen mit Glühwein an. Foto: Marie Busse

Ganderkesee. 24 Patienten bewohnen bereits das Demenzhaus in Ganderkesee. Für 25 weitere Patienten ist noch Platz, doch es fehlt an Pflegern.

Über zu wenige Anfragen kann sich der Wohnpark am Fuchsberg nicht beklagen. Auf der Warteliste der Tagespflege stehen derzeit knapp 20 Personen. „Ich rate oft dazu, auch bei anderen Pflegediensten anzurufen“, sagte Karin Kamenz, Leiterin der Tagespflege im Wohnpark.

Pfleger für Demente fehlen

Auch im neu entstandenen Gebäude für Demenzkranke ist das oberste Stockwerk noch leer. Zwei Gruppen, jeweils mit zwölf und 13 Personen, könnten hier untergebracht werden. „Die Nachfrage nach den Plätzen ist da, das Personal aber nicht“, betonte Heimleiter Marcus Voss. Der Wohnpark am Fuchsberg sehe sich daher auf den Philippinen nach Fachpersonal um. „Wir überstürzen aber nichts“, betonte Voss, „das Team und die Bewohner müssen zusammenwachsen.“

Früh informieren

Um lange Wartezeiten und Unsicherheiten zu vermeiden, riet Pflegedienstleiter Henrik Kroog dazu, sich möglichst früh zu informieren. „Es leben hier auch junge Menschen, die verunglückt sind“, erklärte er. Der Wohnpark biete alle Pflegestufen – vom betreuten Wohnen bis zur stationären Pflege. „Vor Kurzem kam ein junger Mann, der in der Wohnung seiner Eltern eine Schließanlage anbringen wollte“, schilderte Kroog eine Situation. Viele wüssten nicht, welche Versorgungsformen der Wohnpark biete.

Bei der ersten Informationsveranstaltung im Rahmen des Lichterfestes klärten nicht nur Mitarbeiter der Einrichtung auf. Auch der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Gemeinde Ganderkesee, Jürgen Lüdke, informierte über Hilfestellungen für Senioren. Heino Bleydorn vom Betreuungsverein erläuterte die Wichtigkeit von Vollmachten.

Nebenan wurde derweil angestoßen und geschunkelt. Zahlreiche Angehörige besuchten die Bewohner des Wohnparks zum Lichterfest.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN