Abend im Kulturhaus Müller Heilig Abend allein: Angebot in Ganderkesee

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Peter Mienert und Dr. Barbara Thomé freuen sich, im Kulturhaus Müller einige Besucher zu empfangen. Foto: Marie BussePeter Mienert und Dr. Barbara Thomé freuen sich, im Kulturhaus Müller einige Besucher zu empfangen. Foto: Marie Busse

Ganderkesee. Den Heiligen Abend, ohne Familie zu verbringen, das muss nicht einsam sein. Einen geselligen Abend, verspricht ein das Angebot der Bürgerstiftung Ganderkesee.

Wenn die Weihnachtswerbung eine Botschaft vermittelt, dann wohl die folgende: Zu dieser Zeit sollte niemand allein sein. Und es besteht nur einen Weg, Weihnachten zu feiern – und zwar inmitten seiner Lieben. Dass es aber auch andere Arten gibt, das zeigt das Angebot „Heiligabend nicht allein“.

Viele verschiedene Gäste

„Es entscheiden sich Menschen bewusst, Heiligabend in diesem Rahmen zu verbringen“, sagt Organisatorin Dr. Barbara Thomé von der Bürgerstiftung Ganderkesee. Die Gäste seien zwischen Ende 30 und Mitte 70 und ihre Motivation sehr unterschiedlich. Thomé: „Einige wollen ihren Kindern nicht zur Last fallen oder können sich nicht entscheiden, wo sie Heiligabend verbringen.“ Auch sei im vergangenen Jahr ein Paar zu Gast gewesen. Ein Partner war dement, der andere wollte trotzdem Gemeinschaft erleben. Eine frisch verwitwete Dame besuchte ebenfalls das Treffen.

Stammbesucher kommen regelmäßig

Dennoch, erklärt Thomé, sei es für einige eine Überwindung sich einzugestehen, am Heiligabend allein zu sein. „Aber bei uns muss sich niemand erklären und wir machen deutlich, dass es kein Stigma ist“, betont Thomé. Im vergangenen Jahr fanden sich 16 Besucher im Kulturhaus Müller ein. Für den Abend arbeitet die Bürgerstiftung mit der regioVHS zusammen. Und inzwischen hat das Angebot, das zum vierten Mal veranstaltet wird, einige Stammgäste gewonnen. „Drei bis vier Gäste kommen regelmäßig“, sagt Thomé.

In diesem Jahr erwartet die Gäste wieder ein buntes Programm. „Wir eröffnen den Abend mit der norddeutschen Tradition des Glückskekses“, sagt Peter Mienert schmunzelnd.

Austausch in geselliger Runde

Der Theologe führt durch den Abend. Jeder liest den Sinnspruch vor, im Anschluss folgt die Besichtigung der laufenden Ausstellung im Kulturhaus. Bei Würstchen und Kartoffelsalat tauschen sich die Teilnehmer in geselliger Runde aus. „Es entwickeln sich oft sehr gute Gespräche über wichtige Themen“, ist Thomé überzeugt. Wenn auch nicht unbedingt weihnachtlich: „Im vergangenen Jahr haben sich die Älteren über die Finanzierung von Altersheimen und Altersarmut unterhalten“, sagt die Organisatorin. Ohnehin, ins Kulturhaus kämen Leute, die Lust auf Geselligkeit und Spaß haben. Wer alleine sein wolle, der bleibe das auch. Das Konzept scheint aufzugehen. „Ich habe schon Anfragen erhalten, ob „Heiligabend nicht allein“ in diesem Jahr wieder stattfindet“, berichtet Mienert.

Organisatorin Dr. Barbara Thomé macht es nicht aus den Feiertag mit teilweise fremden Menschen zu verbringen. „Ab dem ersten Weihnachtstag ist auch bei mir Ruhe“, sagt sie. Und ein Stück Familie ist auch im Kulturhaus Müller dabei: Ihr Mann Jürgen Schade-Thomé unterstützt sie.


Wer an Heiligabend von 17 bis 21 Uhr nicht allein sein möchte, kann sich bis zum 20. Dezember anmelden. Die Kosten belaufen sich auf 15 Euro, das Geld wird am Abend eingesammelt. Personen, die nicht mobil sind, können auch abgeholt werden. Das ist per E-Mail möglich unter: Heiligabend-buergerstiftung27777@web.de. Auch telefonisch unter (04222) 9479687 oder per Post unter Bürgerstiftung Ganderkesee, Rathausstraße 24, 27777 Ganderkesee, sind Anmeldungen möglich.

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