Miniaturwelt in Iserloy Minitrecker pflügen durch Sikuhausen

Von Birgit Stamerjohanns

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Iserloy. Für alle, die einmal Landwirt sein wollen, hat Michael Garms in Iserloy eine Miniaturwelt für Spielzeugautos erschaffen. Natürlich fehlt auch Ackerland nicht – das kommt aus dem Küchenschrank.

Ole hat heute richtig viel Arbeit. Mit einem Frontlader transportiert er eine Mischung aus Sägespänen und Kork zu einem Anhänger und belädt ihn. Seit einer knappen Stunde macht Ole nichts anderes, als Hänger um Hänger zu befüllen. Allerdings sitzt der Achtjährige nicht am Steuer, sondern steht mit einer Fernbedienung in der Hand an einem Diorama.

Bauernhöfe, Straßen und Felder nachgebaut

Vor ihm erstrecken sich Bauernhöfe, Straßen, Felder. Und jede Menge Siku-Trecker mit Anhängern, Ackermaschinen und LKW. Kleine Jungs und gestandene Männer lassen ihre Spielzeugfahrzeuge über die rund 120 Quadratmeter große Anlage rollen. Für Beleuchtung sorgen Laternenmasten, im Gebüsch neben einer Straße wartet ein Blitzer auf Temposünder.

Ferngesteuerte Fahrzeuge der Firma Siku

AutosWenn Michael Garms zum gemeinsamen Fahren auf seine Rennstrecke in „Sikuhausen“ einlädt, kommen Dutzende Fans der ferngesteuerten Autos. Im Maßstab 1:32 spielen sie das echte Landleben nach. Zu seiner Siku-Leidenschaft ist Garms über seine Kinder gekommen. „Die Jungs sind mit den Treckern im Kinderzimmer herumgefahren, aber dort sind die Möglichkeiten ja recht beschränkt“, so der Iserloyer Landwirt. In Schleswig-Holstein hat die Familie dann eine Art Miniatur-Wunderland für Siku-Fahrzeuge besucht. Danach stand fest: Das brauchen wir auch. Also baute Michael Garms ein ehemaliges Getreidelager zu einem Hobbyraum um und stattete ihn mit Modellbau-Landschaften, Hofanlagen und Straßen aus. „Die Sache ist ein wenig ausgeartet“, gibt 41-Jährige zu. Für alle, die einmal Landwirt sein wollen, hat Michael Garms in Iserloy eine Miniaturwelt für Spielzeugautos erschaffen. Foto: Birgit Stamerjohanns
Mittlerweile stehen allein 25 Trecker im Regal, die Michael Garms samt Fernsteuerung an Siku-Fans verleiht. Für den perfekten Fahrspaß lassen sich verschiedene Anhänger an die Trecker ankuppeln. Die Gespanne können mit kleinen Stroh-Rundballen beladen werden oder eben mit der Holz-Kork-Mischung: An mehreren Stellen hat Michael Garms große Haufen mit „Lademasse“ angelegt.

Profis an der Fernsteuerung

Die Profis an der Fernsteuerung lenken Trecker samt angehängtem Futterwagen unfallfrei in den Kuhstall. Natürlich darf auch das Ackerland nicht fehlen: „Das habe ich aus Kaffeesatz angelegt“, sagt Michael Garms mit Blick auf die braune Fläche, auf der gerade ein Drehpflug unterwegs ist.

Karlheinz Louwers hat eine kleine Auswahl seiner neun Lkw und 24 Trecker mit zum Siku-Treffen gebracht. Seine Leidenschaft scheint weniger das Fahren als das Zusammenbauen zu sein. Akribisch stellt er seine Fahrzeuge auf, richtet Hänger aus, baut alles noch einmal neu auf. Louwers hat sich zu Hause gleich zwei Hobbyräume eingerichtet: „In dem einen steht der Fuhrpark, den anderen nutze ich als Werkstatt.“ Dort baut Louwers seine Fahrzeuge um und lackiert sie neu. An den Treffen in „Sikuhausen“ mag er vor allem den Austausch mit anderen Fans.

Auch Kindergeburtstage in Iserloy

Bisher treffen sich die Fahrer unregelmäßig bei Michael Garms. „Ich versuche, einen monatlichen Rhythmus hinzubekommen“, so der Landwirt. Weil Anlage und Fuhrpark inzwischen so groß sind, lassen sich auch Kindergeburtstage in Iserloy feiern. Bis zu 20 Kinder können dann mit den ferngesteuerten Treckern fahren. „Auch wer das noch nie gemacht hat, kommt mit der Fernsteuerung gut klar“, so der Siku-Experte. Garms hat auch schon Pläne für einen Erweiterungsbau: Auf einer bisher wenig genutzten Fläche soll ein Rundkurs für Rennautos entstehen.


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