Tourismus in Ganderkesee Kosten für Heckengarten schrecken Politiker ab

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Georg Müller hat Ganderkesee zur Planung eines Heckengartens inspiriert. Der NDR hat jüngst mit dem Experten einen Filmbeitrag über Hecken produziert. Archivfoto: Thorsten KonkelGeorg Müller hat Ganderkesee zur Planung eines Heckengartens inspiriert. Der NDR hat jüngst mit dem Experten einen Filmbeitrag über Hecken produziert. Archivfoto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Für den Heckengarten soll die Gemeinde trotz Zuschüssen 350.000 Euro ausgeben. Das schreckt Politiker ab.

Das Projekt „Heckengarten“ hat das Zeug, im Rathaus zum Aufreger der jetzt angelaufenen Beratungen über den Haushaltsplan 2019 für die Gemeinde Ganderkesee zu werden. Marion Daniel (FDP) hat die geplante Schauanlage für Wallhecken und andere Feldeinfriedungen an der Dummbäke jetzt im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz „wunderbar, aber auch wunderbar teuer“ genannt. Volker Schmidt hat die Bedenken der Freien Wähler mit den Worten „So hohe Kosten haben wir nicht erwartet“ ausgedrückt. Und die CDU-Fraktion hatte schon vor einem Jahr ihre Skepsis mit Hinweis auf nicht absehbare Folgekosten begründet.

53 Heckenformen geplant

Im Rathaus, insbesondere von Bürgermeisterin Alice Gerken, wird der Heckengarten als einzigartig mit Potenzial eingestuft, Laien und Besucher aus der Fachwelt in die Gemeinde zu locken, als „Leuchtturm“ für Besucher von nah und fern. Möglich sind insgesamt 1,17 Kilometer lange Hecken in 53 Formen auf einem 14.000 Quadratmeter großen Grundstück westlich der Birkenheider Straße und nördlich der Dummbäke.

Expertenwissen aus Ganderkesee

Informationstafeln und Schaukästen mit wechselnden Inhalten können die positiven Auswirkungen auf den Naturhaushalt und die kulturhistorische Bedeutung der Hecken beschreiben. Das alles basiert auf dem Wissen, das der international beachtete Hecken- und Wallheckenexperte Georg Müller aus Ganderkesee in mehr als 40 Jahren angehäuft und auch in Büchern veröffentlicht hat.

Über halbe Million Gesamtkosten

Für das Projekt Heckengarten sind aktuell Gesamtausgaben von 550.000 Euro kalkuliert. Im Jahr 2019 sollen 400.000 Euro und 2021 noch einmal 150.000 Euro investiert werden. Fördermittel der EU sollen die Gemeindekasse entlasten; einkalkuliert sind 150.000 Euro Förderung im Jahr 2019 und 50.000 Euro Förderung im Jahr 2021.

Teurer Weg- und Parkplatzbau

Ein erheblicher Teil des kalkulierten Geldes müsste für den Bau eines Parkplatzes und für den Ausbau eines holprigen Feldwegs ausgegeben werden. Der Weg mündet gegenüber dem Riedenweg in die Birkenheider Straße. Für das Grundstück hat die Gemeinde schon vor längerer Zeit 80.000 Euro ausgegeben.


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