Ankündigung im Sozialausschuss Mittagessen in Ganderkeseer Kitas und Hort wird teurer

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In den Ganderkeseer Kitas und Horten wird das Mittagessen teurer. Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpaIn den Ganderkeseer Kitas und Horten wird das Mittagessen teurer. Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpa

Ganderkesee Das Mittagessen in den Ganderkeseer Kitas und in den Horten wird zum 1. Januar nächsten Jahres teurer. Das hat Karen Becker, Fachdienstleiterin Kindertagesstätten, am Donnerstagabend im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft mitgeteilt.

Seit dem Jahr 2000 habe es keine Anpassung beim Entgelt gegeben. Jetzt sei allerdings eine Erhöhung erforderlich.

Preis für Krippenessen bleibt

Bisher kostet das Mittagessen laut Becker in den Kindergärten und in den Krippen 44 Euro pro Monat. Im Hort müssen Eltern 50 Euro zahlen. Künftig sollen die Preise wie folgt aussehen: 44 Euro für das Essen in der Krippe bleiben, in den Kindergärten steigt der Betrag auf 54 und im Hort auf 56 Euro. Wer ohnehin Zuschüsse erhält, müsse nicht mehr bezahlen, betonte die Fachdienstleiterin, die außerdem auf eine weitere Neuerung hinwies: Eine tageweise Rückerstattung, falls das Kind zum Beispiel mal krank sein sollte, sei nicht mehr möglich.

CDU-Ratsherr Timo Spille, ehemaliger Vorsitzender des Gemeindeelternrats Kindertagesstätten, betonte, die Anpassung sei notwendig. Er habe außerdem die Hinweise erhalten, wenn die Qualität des Essens stimmt, seien Eltern auch gerne bereit, mehr Geld auszugeben.

Keine Gebühren fürlängere Betreuungszeit

Keine weiteren Kosten entstehen Eltern dagegen, die ihre Söhne und Töchter länger als acht Stunden in Kindergärten oder Krippen betreut wissen wollen. Darauf haben sich alle Fraktionen ohne Gegenstimme geeinigt.

„Hoher zeitlicher Abrechnungsaufwand“

Zum Hintergrund: Bei einer Betreuungszeit von mehr als acht Stunden täglich können die Kommunen beziehungsweise die einzelnen Träger selbst entscheiden, ob sie Elternbeiträge erheben möchten oder nicht. Bislang hat die Gemeinde ohnehin keine zusätzlichen Beiträge erhoben – genauso wie die anderen Kommunen im Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst. Mit der politischen Entscheidung wird auch die Satzung geändert. Die Argumentation der Verwaltung: Es gebe einen sehr hohen zeitlichen Abrechnungsaufwand, weil alle Früh- beziehungsweise Spätdienste je nach Einkommen der Eltern individuell abgerechnet werden müssten.

Meistens nur eine halbeBetreuungsstunde zusätzlich

Meistens würde es lediglich um eine halbe Betreuungsstunde pro Tag, selten um eine ganze gehen, erläuterte Fachdienstleiterin Becker, die allerdings nicht darauf eingehen wollte, auf wie viel Geld die Gemeinde durch die Befreiung verzichten würde. Rein rechnerisch, so ein Blick auf die Gebührentabelle, käme man beispielsweise auf 10.800 Euro im Jahr – wenn man vom günstigeren Beitrag in Höhe von 7,50 Euro gegenüber 15 Euro pro halbe Betreuungsstunde und von derzeit 120 gemeldeten Kinder ausgeht.


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