Raiffeisen-Warengenossenschaft Dürre trifft Futterbaubetriebe

Von Ole Rosenbohm

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Sie wurden bei der RWG wiedergewählt: (von links) Aufsichtsrat Claus Coorssen, Geschäftsführer Hugo Lohmann, Vorstand Gerd-Jürgen Paradies, Aufsichtsrat Wolfgang Hattermann, Vorstandsvorsitzender Dieter von Seggern und Aufsichtsrat Erich Hattermann. Foto: Ole RosenbohmSie wurden bei der RWG wiedergewählt: (von links) Aufsichtsrat Claus Coorssen, Geschäftsführer Hugo Lohmann, Vorstand Gerd-Jürgen Paradies, Aufsichtsrat Wolfgang Hattermann, Vorstandsvorsitzender Dieter von Seggern und Aufsichtsrat Erich Hattermann. Foto: Ole Rosenbohm

Dötlingen Geld-Überschüsse, Wiederwahlen und die Konsequenzen des heißen Sommers für Landwirte standen auf der RWG-Versammlung im Fokus. Dieter von Seggern bleibt Vorsitzender.

Mit der Verkündung eines Überschusses im Geschäftsjahr 2017 von 570000 Euro, dem Versprechen an die 624 Eigentümer, nach Jahrzehnten alsbald wieder Gelder ausschütten zu wollen, und Wiederwahlen ist am Mittwochabend die Generalversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Hunte-Weser (RWG) über die Bühne gegangen.

Erneut zum Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde der Ganderkeseer Landwirt Dieter von Seggern, ebenso einstimmig wie die zur Wahl angetretenen Gerd-Jürgen Paradies (Hude) als Stellvertreter sowie die Aufsichtsräte Claus Coorssen (Dötlingen-Ostrittrum), Erich Hattermann (Hatten) und Wolfgang Hattermann (Hude). Im neu aufgebauten Hotel Gut Altona in Dötlingen hatten 195 Landwirte mit RWG-Mitgliedschaft abgestimmt.

Geschäftsführer Hugo Lohmann blickte auf ein für die RWG wirtschaftlich gutes Jahr 2017 zurück. Trotz Herausforderungen für die Höfe durch Wetter (erst zu trocken, dann zu nass) oder Geflügelgrippe habe die RWG in den meisten Warengruppen bessere Zahlen als 2016 erzielt. Düngemittel, Saatgut, Energie, Fachmärkte und die Gruppe Landtechnik schlossen mit positiven Umsatz-Entwicklungen, Futtermittel, Getreide und Pflanzenschutz rutschten ins Minus.

„Wir Landwirte haben immer mal schlechte Jahre“

Diskussionen kamen nicht auf, lediglich Wortmeldungen zum Thema Warenrückvergütung: „Es kann nur ausgezahlt werden, was im operativen Geschäft erwirtschaftet worden ist“, machte Lohmann deutlich, keine Risiken eingehen zu wollen. Und die RWG will ihren Mitgliedern vor einer möglichen Warenrückvergütung in 2019 die Chance geben, ihre Mitgliedskonten auf aktuellen Stand zu bringen. Ausgezahlt werden soll nach Umsätzen. Eine den Hof bewirtschaftende Familie würde so leer ausgehen, wenn etwa nur der nicht mehr aktive Senior Mitglied ist.

Auch über den heißen Sommer 2018 wurde gesprochen. Tenor: ein schwieriges Jahr. Vorstandschef von Seggern sieht vor allem auf die Futterbaubetriebe Probleme zukommen. „Es reicht bei vielen nicht für das ganze Jahr“, sagte von Seggern. So wird zugekauft werden müssen: „Zu horrenden Preisen“. Die zugesagten Hilfen durch die Bundesregierung sieht er allerdings kritisch: „Wir Landwirte haben immer mal schlechte Jahre.“


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