Unwetter in Ganderkesee 180.000 Euro Aufräumkosten nach Sturmschäden

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Stürme haben im vergangenen Jahr einige Bäume in Ganderkesee umstürzen lassen.Foto: Thorsten KonkelStürme haben im vergangenen Jahr einige Bäume in Ganderkesee umstürzen lassen.Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Trockenheit und Stürme in diesem Jahr, Nässe und Stürme im Vorjahr – die Wetterkapriolen haben außergewöhnlich viele Bäume in der Gemeinde umkrachen lassen. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Das Wetter hat vergangenes und auch dieses Jahr für reichlich Sturmschäden gesorgt. Für Schadensbilanzen ist es laut Uwe Nordhausen noch zu früh: „Manche Gefahren werden erst nach einem Jahr oder mehr entdeckt“, stellte der Geschäftsführer des Kommunalservices Nordwest am Mittwochabend im Ganderkeseer Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz klar. Astabbrüche seien immer noch möglich.

Wie die Feuerwehr rückt der in Ganderkesee und Hude tätige Kommunalservice mit Spezialgerät aus, wenn Meldungen über Sturmschäden eingehen. Dabei haben die Feuerwehr und der Kommunalservice einen kurzen Draht zueinander, damit Doppeleinsätze vermieden werden. „Eine unserer Telefonnummern kennt nur die Feuerwehr“, so Nordhausen. Oberstes Kriterium sei bei Vielzahl gleichzeitiger Hilferufe „Gefahr im Verzug“.

Xavier allein hat 140.000 Euro gekostet

Von September 2017 bis August 2018 sind die Sturmtiefs Sebastian, Herwart, Xavier und Nadine über Ganderkesee hinweggefegt. Nordhausen hat für den Fachausschuss die Kosten für den Kommunalservice aufgelistet: Sebastian schlug mit über 30.000 Euro zu Buche, Herwart mit 4000 Euro, Nadine mit 7000 Euro. Xavier allein hat 140.000 Euro gekostet.

Für Günter Westermann (CDU) ist klar, dass große Bäume in Wohngebieten nichts zu suchen haben, weil sie Menschen gefährlich werden können. Entgegengesetzt argumentiert Dr. Volker Schulz-Berendt (Grüne): „Die Bäume müssen stehen bleiben, um das Klima zu halten.“


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