Umweltbildung in Ganderkesee Zuschussabsage bremst Ausbaupläne im RUZ Hollen

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Umweltbildung im RUZ Hollen ist beliebt. Schülergruppen gehen hier täglich ein und aus. Archivfoto: Vincent BußUmweltbildung im RUZ Hollen ist beliebt. Schülergruppen gehen hier täglich ein und aus. Archivfoto: Vincent Buß

Ganderkesee. Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Hollen platzt aus allen Nähten. Der Ausbau muss allerdings neu kalkuliert werden. Ein Zuschuss, der 350.000 Euro von insgesamt 760.000 Euro abdecken sollte, ist abgesagt.

Die Gemeinde Ganderkesee will 45.000 Euro für den Ausbau des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Hollen im Investitionsprogramm für 2019 verankern, muss das aber wohl als symbolischen Akt verbuchen. „Dem RUZ ist ein einkalkulierter Zuschuss aus dem Förderprogramm Landschaftswerte weggebrochen. Der Ausbau muss völlig neu geplant werden“, berichtete Peter Meyer, der Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, gestern im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz des Gemeinderats.

Rückendeckung fürs RUZ

Die Lücke im Finanzkonzept bezifferten Meyer und Bürgermeisterin Alice Gerken mit 350.000 Euro bei kalkulierten Gesamtkosten von 760.000 Euro. „Wir stehen voll hinter dem RUZ und führen intensive Gespräche mit der Geschäftsführung“, ergänzte die Bürgermeisterin. Ausgelotet wird ihr zufolge, ob statt eines großen Anbaus an den Altbau ein kleinerer möglich ist.

Nebenhaus als Alternative

Alternativ könnten auch Räume in dem Haus am Zugang zum RUZ, in dem längere Zeit Geflüchtete untergebracht waren, zu Schulungsräumen umgebaut werden. Jedenfalls: „Die 45.000 Euro stimmen hinten und vorne nicht“, so Gerken. Die Summe soll trotzdem im Haushaltsplan für 2019 bleiben, aber mit einem Sperrvermerk versehen werden, bis ein neuer Zuschussantrag auf der Grundlage neuer Pläne formuliert ist. Möglicherweise könnten belastbare Zahlen später im Jahr 2019 in einen Nachtragshaushalt aufgenommen werden.

Barrieren im Altbau

Die Gemeinde unterstützt die Ausbaupläne grundsätzlich, weil es für die Nachfrage nach Kurs- und Veranstaltungsangeboten nicht genug Platz gibt. Unter anderem ist täglich mindestens eine Schulklasse zu Gast. An den Schulen wird zunehmend inklusiv gearbeitet, aber das alte Gebäude ist im Inneren nicht barrierefrei.


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