Wirtschaft in Hude Büfa steckt 14 Millionen in Altmoorhauser Betrieb

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Acht Männer am Sand: (von links) Jesper Strube (Bau-Generalunternehmer Goldbeck), Hermann Többen, Ralf Ramke, Felix Thalmann, Jan Philipp Wuppermann (alle Büfa), Landrat Carsten Harings, Ronald Ijzer (Büfa Almelo) und Bürgermeister Holger Lebedinzew beim ersten Spatenstich auf dem Erweiterungsgelände von Büfa Chemikalien in Altmoorhausen. Foto: Reiner HaaseAcht Männer am Sand: (von links) Jesper Strube (Bau-Generalunternehmer Goldbeck), Hermann Többen, Ralf Ramke, Felix Thalmann, Jan Philipp Wuppermann (alle Büfa), Landrat Carsten Harings, Ronald Ijzer (Büfa Almelo) und Bürgermeister Holger Lebedinzew beim ersten Spatenstich auf dem Erweiterungsgelände von Büfa Chemikalien in Altmoorhausen. Foto: Reiner Haase

Altmoorhausen. Bei Büfa Chemikalien in Altmoorhausen werden 14 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung investiert. Das Projekt soll im Dezember 2019 abgeschlossen sein.

Am Fuße des markanten „Mount Büfa“ investiert Büfa Chemikalien 14 Millionen Euro in die Zukunft. Auf einer noch grünen Wiese im Gewerbegebiet Altmoorhausen direkt an der Autobahn 28 wird das vor 17 Jahren errichtete Distributionszentrum mit einem Neubau erweitert. Unter seinem Dach gibt es auf einer Grundfläche von 8500 Quadratmetern 7300 Stellplätze für Paletten, eine Halle fürs Kommissionieren und acht Übernahmeplätze für Lastwagen, die die bestellten Chemikalien zu den Kunden aus der Industrie bringen.

Tunnel für autonome Fahrzeuge

Bei Büfa in Altmoorhausen bleibt außer dem „Mount Büfa“, ein Hügel für Tanklaster, aus denen Säuren oder Laugen ohne Pumpen in Vorratsbehälter laufen, wenig beim Alten. Die Investitionssumme umfasst auch den Umbau des Bestandsgebäudes für eine neue Abfülllogistik. Der noch gar nicht so alte Alt- und der Neubau werden mit einer überdachten Transportstrecke verbunden. Autonome Fahrzeuge bringen die befüllten Behälter ins neue Lager.

Neue Geschäftsfelder im Blick

Auch im neuen Lager wird keine Menschenkraft benötigt. Sie kommt erst bei der Kommissionierung ins Spiel, allerdings dank moderner Transporthilfen nur in begrenztem Ausmaß. Felix Thalmann, vorsitzender Geschäftsführer der Büfa-Holding, betont, dass trotzdem keine Arbeitsplätze verloren gehen. „Mit neuen Möglichkeiten kommt neues Geschäft“, erläutert der Altmoorhauser Betriebsleiter Hermann Többen. Unter anderem sollen Chemikalien für Kunden, denen Lagerplatz am Produktionsstandort fehlt, bei Büfa Chemikalien sicher eingelagert werden.

Gefahrgut bei Profis unter Dach

„Büfa ist einer der größten Störfallrisikobetriebe in der Region. Mich beruhigt aber, dass nicht an vielen kleinen Standorten mit Chemikalien umgegangen wird, sondern hier auf der grünen Wiese unter einem Dach bei Profis“, stellte der Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew am Dienstag beim symbolischen ersten Spatenstich auf dem Neubaugelände fest. Der Betrieb und die Feuerwehr Altmoorhausen seien auf mögliche Störfälle eingestellt. „Beim Unfall vor zwei Jahren hat sich gezeigt, wie gut die Dinge ineinandergreifen“, blickte der Bürgermeister zurück.

Sozial engagierter Betrieb

Die Sicherheit hat bei der Planung des Neu- und Umbaus die größte Rolle gespielt. „Wir sind mit 60 Aktenordner zur Gewerbeaufsicht gegangen und haben noch 15 Ordner nachgereicht“, berichtete Jesper Strube vom Bau-Generalunternehmen Goldbeck. Er bestätigte, was Landrat Carsten Harings betonte: „Die Zusammenarbeit mit der Gewerbeaufsicht ist gut gelaufen. Manches Problem wurde auf dem kurzen Dienstweg erledigt.“ Büfa stehe zur Verantwortung und sei vorbildlich in Nachbarschaftsbeteiligung und Transparenz. Büfa übernehme durch Ausbildung und Arbeitsplätze für Geflüchtete gesellschaftliche Verantwortung, ergänzte Harings. Für Geschäftsführer Thalmann gilt das besonders: Er arbeitet ehrenamtlich im Vorstand des Vereins Proconnect Oldenburg, der Geflüchteten den Weg auf den Arbeitsmarkt ebnet und aufgeschlossene Arbeitgeber sucht und vermittelt.

Umbau noch 2019 fertig

Der Zeitplan für das Projekt in Altmoorhausen ist ehrgeizig. Nach Vorbereitungen sollen die Bauarbeiten am Montag, 19. November, richtig beginnen. Im zweiten und dritten Quartal 2019 sollen die Anlagen- und Fördertechnik eingebaut werden. Der Umbau und die Erweiterung sollen Anfang Dezember 2019 abgeschlossen sein.


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