Tag der offenen Tür in Falkenburg Im Hospiz Hemmschwellen abbauen

Von Biljana Neloska

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Carolin Pleis (links), Pflegedienstleitung im Laurentius Hospiz und Gisela Albers, stellverstretende Pflegedienstleitung, freuen sich auf die Besucher am Tag der offenen Tür. Foto: Biljana NeloskaCarolin Pleis (links), Pflegedienstleitung im Laurentius Hospiz und Gisela Albers, stellverstretende Pflegedienstleitung, freuen sich auf die Besucher am Tag der offenen Tür. Foto: Biljana Neloska

Falkenburg. Anlässlich des Welthospiztages lädt das Laurentius Hospiz zum Tag der offenen Tür ein. Das Ziel: Hemmschwellen abbauen.

Das Laurentius Hospiz veranstaltet anlässlich des Welthospiztages am Samstag, 13. Oktober, einen Tag der offenen Tür, um Menschen über die Hospizarbeit zu informieren, vor allem aber um Hemmschwellen und Berührungsängste abzubauen. Dieser findet von 10 bis 13.30 Uhr, im Hospiz, Hauptstraße 32.

„Der Welthospiztag ist ein guter Anlass, die Menschen zu informieren. Viele von ihnen kommen mit der Vorstellung, dass unser Haus ganz traurig und düster ist. Anschließend sagen sie dann, wie schön sie es hier finden und, dass man spürt, wie viel Leben hier drin steckt“, sagt Sprecherin Kim Gesine Friedrichs. Dazu bieten die Hospizmitarbeiter am Tag der offenen Tür Führungen durch das Haus an. Dabei sollen Interessierte einen Einblick in die Hospizarbeit und in die Situation der Hospizgäste bekommen. Die Besucher können in ungezwungener Atmosphäre Fragen stellen und sich bei Waffeln, Kaffee und Tee austauschen. „Wir möchten Hemmschwellen abbauen, mit Menschen in Kontakt kommen, die uns vorher noch nicht kannten und über unsere Arbeit informieren“, erklärt Friedrichs.

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“

Darum geht es bei der Hospizarbeit: schwerstkranken Menschen eine würdevolle und selbstbestimmte letzte Lebensphase im stationären Hospiz zu ermöglichen.

Viele der Gäste hätten Schmerzen und andere Symptome wie zum Beispiel Übelkeit oder Luftnot. Zur Aufgabe der Hospizmitarbeiter gehöre, diese Leiden für eine bessere Lebensqualität zu lindern. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Gast soll sich hier so weit wie möglich zu Hause fühlen. Deshalb bestimmt er den Tagesablauf mit“, berichtet Friedrichs. Er kann und darf solange schlafen, wie er möchte. Die Mahlzeiten können zu den gewünschten Zeiten entweder im Zimmer oder in der gemeinsamen Wohnküche eingenommen werden. Die Zugehörigen sind ebenfalls willkommen. Nach Absprache mit der Pflegedienstleitung sind für diese auch Übernachtungen möglich.

Das Laurentius Hospiz verfügt über acht Plätze für Gäste. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine Erkrankung, die nicht mehr heilbar ist, der Patient hat nur noch eine begrenzte Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten. Für seinen Hospizaufenthalt benötigt der Gast eine ärztliche Notwendigskeitsbescheinigung. Das Team des Laurentius Hospizes unterstützt den Gast und seine Zugehörigen bei den Formalitäten, erklärt Friedrichs. Weitere Ansprechpartner für die Aufnahme in das Hospiz sind zum Beispiel der Sozialdienst in einem Krankenhaus, ein ambulanter Hospizdienst, der Hausarzt und Pflegestützpunkte.

Spenden werden benötigt

Die Krankenkassen übernehmen 95 Prozent der Kosten. Die weiteren fünf Prozent muss die Mission: Lebenshaus gGmbH als Träger gemeinsam mit dem Förderverein des Laurentius Hospizes aus Spenden aufbringen. „Doch auch Neuanschaffungen, Angebote wie Akupressur, Aromapflege oder das Lebens-Café für Trauernde und Weiterbildungen müssen wir aus Spenden finanzieren“, erläutert Friedrichs. Beispielsweise plant das Hospiz eine Vergrößerung der Wohnküche. Diese sei ein zentraler Ort des Hauses. „Hier verbringen unsere Gäste mit ihren Zugehörigen sowie Haupt- und Ehrenamtlichen einen großen Teil ihrer Zeit. Hierfür hoffen wir auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung, damit wir dies auch zeitnah umsetzen können“, betont Friedrichs.

Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.hospizfalkenburg.de


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