Zweieinhalb Hektar am Schulweg SPD-Pläne für neues Baugebiet in Heide

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Im Ringen um bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde Ganderkesee schlägt die SPD-Fraktion die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Heide vor. Kartendaten: GeoBasis-DE/BKG, Google / Grafik: Jan Eric FiedlerIm Ringen um bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde Ganderkesee schlägt die SPD-Fraktion die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Heide vor. Kartendaten: GeoBasis-DE/BKG, Google / Grafik: Jan Eric Fiedler

Ganderkesee-Heide. Im Ringen um bezahlbaren Wohnraum in Ganderkesee schlägt die SPD-Fraktion im Ganderkeseer Gemeinderat jetzt die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Heide vor. Die zweieinhalb Hektar große und landwirtschaftlich genutzte Fläche liegt unmittelbar am Schulweg und wird durch den Heuweg auf der einen sowie den Entwässerungsgraben auf der anderen Seite begrenzt.

Die jetzt ganz neu ins Spiel gebrachte Fläche liegt somit südlich eines 9500 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen dem Randgraben und der Straße Heider See, für das der Rat bereits grünes Licht zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gegeben hat.

Für die Entwicklung des nun von der SPD vorgeschlagenen möglichen Baulands steht offenbar bereits ein Investor in den Startlöchern: „Eine bekannte hiesige Immobiliengesellschaft könnte sich eine Vermarktung und Erschließung vorstellen“, hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Brakmann gestern auf dk-Nachfrage erklärt, ohne jedoch näher ins Detail gehen zu wollen.

Zukunftsorientierte Planung

In dem Gebiet soll nach dem Willen der Sozialdemokraten „eine nachhaltige und zukunftsorientierte Planung umgesetzt werden“, stellte Brakmann klar.

So soll auf dem sowohl mit Einfamilien- wie auch Mehrfamilienhäusern zu bebauenden Gelände Augenmerk auf eine „energetisch effektive Gestaltung“ samt der Nutzung von Fotovoltaik und Wärmepumpen gelegt werden. Gleichzeitig streben die Sozialdemokraten dort aber auch eine Einbindung von Grün- und Blühstreifen an.

SPD will geförderten Wohnbau ermöglichen

Und noch eine weitere Forderung stellt Brakmann: geförderten Wohnungsbau unter Einbeziehung der GSG oder anderer Wohnungsbauunternehmen.

Ausschlaggebend für die Umsetzung des neuen Baugebietes seien die Höhe der Infrastrukturabgaben sowie die Auflagen durch die Gemeinde, führte Brakmann an.

Denn bereits bei Bekanntwerden der Pläne für die 9500 Quadratmeter große Fläche zwischen dem Randgraben und der Straße Heider See hatte es vonseiten der Anlieger massiven Widerstand gegeben. Die Ankündigung der Gemeinde, nach einem Erwerb geförderten Wohnraum ermöglichen zu wollen, hatte in der Nachbarschaft Befürchtungen ausgelöst, dass später verstärkt Flüchtlingsfamilien angesiedelt werden könnten. Auch der Hochwasserschutz wegen des in der Nähe fließenden Gewässers Randgraben bot ihnen Anlass zur Sorge.

Noch immer ist die Gemeinde nicht im Besitz dieser Fläche. „Wir sind in Kaufverhandlungen“, sagte Gemeindeentwicklungsleiter Peter Meyer gestern auf dk-Nachfrage. Nach dem Ankauf solle eine frühzeitige Bürgerversammlung erfolgen, „wohl noch in diesem Jahr“, zeigte Meyer sich zuversichtlich.

Rad- und Fußweg endlich bauen

Die Sozialdemokraten sehen in einer Realisierung ihres Vorschlags noch einen weiteren Vorteil: „Dann bestünde die Möglichkeit, durch den Erschließungsträger endlich den Fuß- und Radweg erstellen zu lassen“, blickte Brakmann voraus. Denn bislang endet der Weg, den auch viele Schüler der nahen Grundschule Heide nutzen, an der Straße Schulweg in Höhe des Entwässerungsgrabens.

Ein Verkauf der für die Verlängerung nötigen Grundfläche war bislang nicht zustande gekommen. „Bei den Verhandlungen darüber kamen wir mit dem Grundstückseigentümer ins Gespräch, auch über den möglichen Verkauf seines gesamten Grundstücks“, beschrieb Brakmann die Entwicklung.


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