Ferienprojekt Kinder sollen Sprache und Selbstbewusstsein lernen

Von Biljana Neloska

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Claudia Kay füttert die Miethühner gemeinsam mit Feriensprachcamp-Kindern. Foto: Biljana NeloskaClaudia Kay füttert die Miethühner gemeinsam mit Feriensprachcamp-Kindern. Foto: Biljana Neloska

Hollen. Schüler aus der Gemeinde besuchen in den Herbstferien das Feriensprachcamp im Umweltzentrum Hollen. Dabei sollen die Kinder aus unteschiedlichen Ländern ihre Sprachkenntnisse verbessern und ihr Selbstbewusstsein stärken.

24 Schulkinder aus der Gemeinde Ganderkesee setzen sich eine Ferienwoche lang im Umweltzentrum Hollen handlungsorientiert mit der deutschen Sprache auseinander. Übergeordnetes Ziel des Feriensprachcamps: Integration.

„Es geht um den Spracherwerb und auch darum, dass die Kinder mehr Selbstbewusstsein bekommen und dann gestärkt in die Schule und in den Unterricht gehen“, berichtet Projektleiterin Claudia Kay. Die Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren kommen aus Deutschland, dem Irak, der Slowakei, Syrien, der Türkei und Weißrussland.

Im Camp sollen die Kinder ihre Sprachkenntnisse bei einer Schatzsuche, bei Bauernhofbesuchen, beim Apfelsaft machen, in der Küche beim Kochen, beim Basteln und mit Bewegungsspielen vertiefen. „Die Kinder entdecken immer wieder neue Dinge und lernen dabei neue Worte kennen, insbesondere trauen sie sich von Tag zu Tag mehr zu und werden dadurch auch in ihren Persönlichkeiten für den neuen Schulweg gestärkt“, erklärt Kay.

Vierte Rund für Sprachcamp

Dieses Sprachcamp ist bereits die vierte Ausgabe des Projekts. So habe sich mittlerweile eine tolle Zusammenarbeit im 17-köpfigen Team aus Lehramtsstudenten, Sprach-, Sozial- und Umweltpädagogen, Lehrern und auch vielen Ehrenamtlichen etabliert. „Die Kinder aus dem Schulverband Ganderkesee werden intensiv betreut und immer wieder finden sich Sprachanlässe“, so Kay.

Beispielsweise bei den Miethühnern Rosalie, Blumi, Melina und Frieda, die von den Kindern benannt wurden.

„Das ist eine tolle Ergänzung zum Programm. Die Kinder sammeln fleißig Löwenzahn und auch dieser muss erst mal kennengelernt werden“, erzählt Kay.

Die Teilnehmer werden morgens und nachmittags mit Bussen abgeholt, die von Katja Wille, Sozialpädagogin im Schulverbund, und Mitgliedern der Bürgerstiftung Ganderkesee ehrenamtlich begleitet werden.

Abschlussfest am Samstag

„Wenn die Kinder die Sprache erleben und die neuen Worte dann selbst gebrauchen, bringt das wahnsinnig viel. Und über die Woche baut sich auch eine ganz besondere Beziehung zu den Kindern auf“, sagt Katja Wille. An diesem Samstag, findet ab 10 Uhr das große Abschlussfest statt, zu dem Interessierte eingeladen sind.

Für das aktuelle Camp hat die Bürgerstiftung die Finanzierung durch die „500 Landinitiativen“, eine Förderung für ehrenamtliches Engagement zur Integration von Flüchtlingen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, gesichert. „Für 2019 ist die Finanzierung noch nicht gesichert, aber wir sind dabei“, sagt Astrid Fuchs von der Bürgerstiftung.


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