Kandidat bei „The Voice“ Alle Scheinwerfer auf Luis Villar Carbajo

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Luis Villar Carbajo begeistert sich für Pop Musik. Foto: Marie BusseLuis Villar Carbajo begeistert sich für Pop Musik. Foto: Marie Busse

Dünsen. Der 17-jährige Luis Villar Carbajo will es weit bringen: Der Dünsener ist einer der Kandidaten bei der Casting-Show „The Voice of Germany“, die am 18. Oktober beginnt. Wie weit er bereits gekommen ist, darf er noch nicht verraten.

Ein wenig ungewohnt ist es für Luis Villar Carbajo immer noch, im Mittelpunkt zu stehen. „Ich habe drei Geschwister, normalerweise kommt das nicht oft vor“, sagt der 17-jährige Dünsener lachend. Seit er sich im Januar für die Teilnahme an der Casting-Show „The Voice of Germany“ entschied, hat sich das geändert. Familie, Freunde, Zeitung und Fernsehen: Carbajo ist jetzt gefragt. Im Januar dieses Jahres bewarb er sich spontan mit einem Video bei der Show und überstand die erste Auswahlrunde in Hamburg. Er trug der Jury Songs von „Fly to the moon“ und „My way“ von Frank Sinatra und „Pompeii“ von Bastille vor. Die nächste Runde führte ihn nach Berlin. „Da musste ich drei Runden mit drei verschiedenen Liedern überstehen“, sagt er. Immer mit dabei: seine Familie. Der Schüler sagt: „Sie unterstützen mich total. Wir sind ein gutes Team.“ Ob er es tatsächlich in die „Blind Auditions“, also ins Fernsehen, geschafft hat, darf er noch nicht verraten.

Letzte Runde in Berlin

Die Show sei aber eine große Chance, sich zu präsentieren, da ist sich der Schüler des Gymnasiums in Wildeshausen sicher. Sieben Stunden probte, sang und wartete er beim Casting in Berlin. „Für mich verging die Zeit mit der Musik aber wie im Flug“, sagt er. Die Zusammenarbeit mit anderen Musikern und die Professionalität der Show beeindruckten ihn. Mit Musik, da ist sich der Schüler sicher, will er mal sein Geld verdienen. „Am liebsten würde ich in Musicals singen“, sagt der 17-Jährige. Bühnenerfahrung sammelte er bereits im Harpstedter Jugendchor „Feelings“. Zusätzlich nimmt er seit zwei Jahren Gesangsunterricht. Wo er dann arbeiten will, das ist ihm nicht so wichtig: „Deutschland, Amerika, Neuseeland oder Spanien – Hauptsache etwas mit Musik.“

Musikalische Familie

Zu Spanien hat Carbajo eine besondere Beziehung: Erst vor fünf Jahren zog er mit seiner Familie nach Deutschland. Seine Mutter Maria ist als Kind spanischer Gastarbeiter in ihr Heimatland zurückgekehrt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Spanien zog die Familie dann wieder nach Deutschland. Zuerst nach Delmenhorst, dann nach Dünsen.

Die Musik verbindet die Familie. Er sagt: „Wir haben alle Rhythmus im Blut.“ Kurz nach ihrer Ankunft in Delmenhorst sang er mit seinen beiden Brüdern und seiner Schwester im Garten. Die Nachbarin drehte ihre Helene-Fischer-Schlager auf. Die Geschwister sangen lauter: „Das war fast schon ein Wettbewerb“, sagt der 17-Jährige lachend. Er selbst zählt Ariana Grande, Sza und Kim Petras zu seinen Lieblingssängerinnen. Wenn er ihre Songs singt, passt er sie seiner Stimmlage an. Das hat er mit seiner Gesangslehrerin geprobt. Der Schüler sagt: „Momentan bin ich die beste musikalische Version von mir.“


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