Ganderkeseer Betrieb Rigbers So läuft die Ausbildung zum Maler und Lackierer ab

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Wie Farben richtig angemischt werden, weiß Jennifer Raasch, Auszubildende beim Ganderkeseer Betrieb Rigbers. Foto: Vincent BußWie Farben richtig angemischt werden, weiß Jennifer Raasch, Auszubildende beim Ganderkeseer Betrieb Rigbers. Foto: Vincent Buß

Ganderkesee. Im neuen Teil der dk-Serie über Ausbildungsberufe berichtet Jennifer Raasch. Sie lässt sich im Ganderkeseer Betrieb Rigbers zur Malerin und Lackiererin ausbilden.

Was anderen ein Graus ist, macht Jennifer Raasch besonders gerne: Tapezieren. „Man muss sich aber hereinfuchsen“, gibt die 20-jährige Falkenburgerin zu. Nicht nur das lernt sie beim Ganderkeseer Malereibetrieb Rigbers, wo sie eine Ausbildung zur Malerin und Lackiererin macht.

So sieht der Arbeitsalltag aus

Jennifers Arbeitstag geht um 6.45 Uhr los: „Dann fahren wir oft auf die Baustelle.“ Meist zu Privatkunden, manchmal aber auch zu öffentlichen Gebäuden in Ganderkesee. „Wir gucken uns dann an, was zu tun ist.“ Streichen oder Tapezieren etwa. Feierabend ist meist um 16.15 Uhr.

Auch im mittlerweile zweiten Lehrjahr lernt Jennifer immer wieder Neues. „Tapezieren und Streichen war mir klar“, erzählt sie. „Aber wir machen oft auch Bodenbeläge.“ Früher sei diese Aufgabe immer von Malern übernommen worden, erzählt Gerrit von Scharrel, Maler- und Lackierermeister bei Rigbers. Heute gebe es dafür einen eigenen Beruf. „Bei uns lernen die Azubis aber immer noch, Fußböden herauszureißen, zu grundieren und zu spachteln.“

Berufsschule und Gehalt

Momentan geht Jennifer einmal pro Woche zur Berufsschule nach Oldenburg. Neben Politik und Deutsch stehen auch Lernfächer auf dem Stundenplan. Dort lernen die Azubis in der Theorie beispielsweise alles über Farben oder auch, Schäden an Fassaden zu beheben. Das Gehalt steigt von etwa 550 Euro brutto im ersten Lehrjahr auf rund 800 im dritten.

Nach ihrem Hauptschulabschluss machte Jennifer ein Praktikum bei Rigbers. „Ich hatte auch privat Spaß an Malerarbeiten“, erzählt sie. Damals habe sie sich aber auch vorstellen können, Kfz-Mechanikerin oder Tischlerin zu werden. Doch das Praktikum habe sie dann überzeugt.

Und den Betrieb auch. Dass Interessenten erst ein Praktikum absolvieren, ist laut von Scharrel der Regelfall. „Sie sollen alles ausprobieren“, erklärt er. Danach werde Rückmeldung von den Gesellen eingeholt: „Wie stellen sich die Jugendlichen auf der Baustelle an?“ Dabei geht es um handwerkliche Fähigkeiten wie den Umgang mit Werkzeug aber auch um das räumliche Denken. Höhenangst sollten potenzielle Azubis ebenfalls nicht haben. Schließlich müssen sie auf Leitern und Gerüste klettern. Wichtig sei zudem das Interesse am Beruf.

So sind die Übernahmechancen

Die genauen Kenntnisse davon kämen während der Ausbildung, erklärt von Scharrel. „Und Noten sagen auch nicht alles aus.“ Bei der Bewerbung werde jedoch genau auf das Arbeits- und Sozialverhalten geschaut. Außerdem seien unentschuldigte Fehltage nicht gern gesehen.

Auch bei der Frage, ob Azubis übernommen werden, spielt laut von Scharrel die Zuverlässigkeit eine Rolle. Ebenso wie die Bereitschaft zu Überstunden und die fachliche Weiterentwicklung. „Am Ende sollten Azubis eine Baustelle selbst abwickeln können“, erklärt er. Also von der Planung über die Gespräche mit Kunden bis hin zur Abnahme. Auch Jennifer will nach ihrer Ausbildung weiter als Malerin und Lackiererin arbeiten.


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