Klimaschutz in Ganderkesee Zweites E-Auto hilft in Ganderkesee beim Klimaschutz

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Ganderkesee. Ganderkesee setzt mit dem Erwerb eines zweiten Eletroautos ein Zeichen für den Klimaschutz. Die Gemeinde und ihre Bürger können mit intelligenten Investitionen Geld und CO2 sparen.

In Brüssel streitet die große Politik über CO2-Einsparziele, in Ganderkesee wird ein kleines Zeichen gesetzt. „Die Gemeinde hat das zweite Elektroauto bestellt. Es wird in Kürze ausgeliefert“, berichtet Lars Gremlowski, der Klimaschutzmanager der Gemeinde. Das neue Auto, ein Renault Zoe, wird Ehrenamtlichen zur Verfügung gestellt, vor allem dem Seniorenbeirat. Das erste E-Auto, ein VW e-up, wird alltäglich von Mitarbeitern der Gemeinde für Dienstfahrten genutzt.

Für Grundversorgung reicht es

„Die Grundversorgung ist gesichert“, sagt Gremlowski zum allmählich dichter werdenden Netz der öffentlich zugänglichen Stromtankstellen. In Ganderkesee können die Batterien bei der LzO an der Mühlenstraße und bei Inkoop an der Raiffeisenstraße geladen werden, in Stenum beim Hotel Backenköhler und in Bookholzberg vor der Bücherei an der Stedinger Straße. E-Ladesäulen gibt es auch auf der Rastanlage Hasbruch beiderseits der Autobahn 28.

Siebte Ladesäule kommt

„In wenigen Wochen kommt noch eine Ladesäule auf dem Parkplatz zwischen der Bergedorfer Straße und der regioVHS im alten Rathaus dazu“, kündigt der Klimaschutzmanager an. Er weist darauf hin, dass diese Ladepunkte vor allem Durchreisenden nützen: „Wer hier wohnt, tankt zuhause oder am Arbeitsplatz.“

Großes Thema Mobilität

Mobilität ist in Gremlowskis Arbeitsalltag ein großes Thema, weil die Emissionen von Verbrennungsmotoren schnell die CO2-Bilanzen versauen. So freut er sich, dass Eltern das Nachbarkind mit in den Kindergarten nehmen und dass Pendler Fahrgemeinschaften bilden. Ihnen hilft das Pendlerportal, das auf der Homepage der Gemeinde zu finden ist. Für Bahnfahrer gibt es an allen vier Bahnhöfen gesicherte Fahrradstellplätze. „Zwei Anlagen sind gut ausgelastet, und bei den beiden anderen hat jüngst eine Preissenkung für mehr Nachfrage gesorgt“, berichtet der Klimaschutzmanager.

Aktiv für Radler

„Klimaschutz fängt beim Brötcheneinkauf an“, sagt Gremlowski. Früher sei es auch gegangen, den Einkauf in zwei Taschen am Lenker und einem Korb auf dem Gepäckträger zu verstauen. Radlern komme die Gemeinde aktuell mit dem Bau neuer Radwege in Elmeloh und in Bergedorf-Ohe entgegen. „Schön wäre es, wenn wir im Ganderkeseer Ortskern mehr tun könnten. Aber da gibt es an manchen Stellen Platzprobleme“, ergänzt er.

Sparpotenzial an Bauten

Der Klimaschutzmanager kann auf verschiedene Initiativen der Gemeinde zum CO2-Sparen an Gebäuden verweisen. Jüngst seien fünf Flachdächer kommunaler Gebäude mit verbesserter Dämmung saniert worden. Ein Großprojekt sei die anstehende Dachsanierung und -dämmung am alten Rathaus. Die neuen Kindergärten in Ganderkesee und Bookholzberg würden von vornherein mit Photovoltaikanlagen geplant. Das Schulzentrum am Steinacker bekomme eine neue Heizanlage mit unterstützendem Blockheizkraftwerk. Beim Umbau des Freibades bekomme das fast rund um die Uhr Energie verzehrende Saunahuus eine Photovoltaikanlage. Noch nicht gänzlich ausgerechnet sei, ob zusätzliche Photovoltaik auch für das neue Rathaus sinnvoll ist – wenn ja, dann wohl nur mit Einbau von Energiespeichern.

Austauschbörse im Rathaus

CO2-Sparpotenzial bieten natürlich auch Privathäuser. Laut Gremlowski bietet der Landkreis Oldenburg in diesem Winter zum dritten Mal in Folge das Projekt „Clever heizen“ an. Und im Rathaus in Ganderkesee werde es eine Informations- und Austauschbörse für Hausbesitzer und angehende Bauherren geben.


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