Ganderkeseer Marktleute Kritik am Marktplatz: Gemeinde und Ganter-Markt antworten

Auf dem Ganderkeseer Wochenmarkt gibt es laut einiger Marktleute noch Verbesserungspotenzial. Foto: Vincent BußAuf dem Ganderkeseer Wochenmarkt gibt es laut einiger Marktleute noch Verbesserungspotenzial. Foto: Vincent Buß

Ganderkesee. Auf dem neuen Marktplatz gibt es laut einigen Standbetreibern noch Verbesserungsbedarf. Nun reagierten Gemeinde und Gantermarkt auf die Wünsche.

Wie das dk am Samstag berichtete, beklagten einige Kaufleute des Wochenmarkts, dass Wasseranschlüsse fehlten und sie deshalb Wasser in Eimern aus einem Privathaushalt holten. Was außerdem auffällt: Öffentliche Toiletten, die die Standbetreiber nutzen könnten, gibt es auf dem Platz auch nicht.

Gemeinde verweist auf Anschlussmöglichkeiten

Auf Anfrage des dk erklärt die Gemeinde Ganderkesee die Situation. Laut Meike Saalfeld befinden sich auf dem Marktplatz an zwei Seiten Wasserhydranten. Aus Hygienegründen müsste ein Standrohr verlegt werden, um die Stände mit Wasser zu versorgen. Der Marktplatz wurde erst in diesem Jahr umgebaut. Laut Saalfeld tauschten sich Gemeinde und Marktleute diesbezüglich im Vorfeld aus.

„Auf ausdrückliche Nachfrage der Vertreter der Gemeinde teilten die Teilnehmer des Gesprächs mit, dass ein spezieller Wasseranschluss für den Wochenmarkt, der durch das Setzen eines Standrohres jederzeit installiert werden könnte, nicht erforderlich sei“, sagt Saalfeld.

Daher werde auf dem neuen Marktplatz bisher keine spezielle Wasserversorgung für den Wochenmarkt angeboten. „Sollte ein entsprechender Bedarf bestehen, so kann jederzeit ein Wasseranschluss installiert werden“, erklärt Saalfeld. Wasser- und auch Stromanschlüsse seien bereits vor dem Umbau vorhanden gewesen. Der Bau von öffentlichen Toiletten war laut Saalfeld nicht geplant. Ihr Hinweis lautet: „In fußläufiger Nähe zum Marktplatz sind öffentliche Toiletten im Alten Rathaus, Rathausstraße 24, nutzbar.“

Vorschlag des Vereins Ganter-Markt sah anders aus

Manfred Neugebauer vom Verein Gantermarkt hat Verständnis für die Wünsche der Standbetreiber: „Nach der Fertigstellung bleibt die ein oder andere Anregung nicht aus.“ Für das Wasserproblem hält auch er ein Standrohr für die einfachste Lösung. Neugebauer erzählt, dass sich Ganter-Markt, Gemeinde und Anlieger vor dem Umbau ausgetauscht hätten.

Der Vorschlag des Vereins habe anders als der nun umgesetzte ausgesehen: „Der multifunktionale Charakter des Marktplatzes ist noch nicht erreicht.“ Um verschiedene Veranstaltungen zu beherbergen, wären möglichst viele flexible Bauelemente notwendig gewesen. „Man kann aber noch Kleinigkeiten verändern“, ist Manfred Neugebauer überzeugt.


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